München. Die Fachhochschulen Landshut und Ingolstadt legen in Kooperation mit der Grafinger Cadfem GmbH einen neuen Masterstudiengang für "Engineering in Applied Computational Mechanics" auf. Die im September beginnende Weiterbildung für Ingenieure beschäftigt sich insbesondere mit innovativen Simulationen auf Basis der so genannten Finite-Elemente-Methode (FEM), die vor allem bei der Berechnung hochfester Karosseriestrukturen und in der Unfallforschung immer wichtiger werden.
Die Zusammenarbeit der beiden bayrischen Hochschulen mit dem auf die Autobranche spezialisierten Entwicklungsdienstleister und Softwarehaus Cadfem erfolgt im Wege der "Public Private Partnership" (PPP), einer in der Wissenschaft vor allem in den USA bereits weit verbreiteten Symbiose von öffentlichen und privaten Institutionen. "Praxisnähe und hoch qualifizierte Lehre sind die Grundlage dieses ersten Projekts", erläutert Cadfem-Geschäftsführer Günter Müller das Konzept. "Wir kommen damit ausserdem dem Ruf nach mehr Engagement der Industrie in der Ausbildung nach."
Von einer Vertiefung des Know-hows rund um FEM-Kalkulationen und Crash-Verläufe erhoffen sich Automobilhersteller und Zulieferer eine weitere Senkung des zeitlichen und finanziellen Aufwands bei der Erprobung neuer Produkte. Schon jetzt können Simulationen am Grossrechner viele Versuche mit Crashtest-Dummys ersetzen, die in Prototypen gegen verformbare Barrieren gefahren werden. Den wissenschaftlichen Ansatz des neuen Masterstudiengangs will die Europäische Union mit Fördermitteln unterstützen.
Weitere Informationen telefonisch unter 08092/700531 und im Internet: www.esocaet.com.