Die deutsche Autoindustrie beteiligt sich mit erheblichen Geld- und Sachmitteln am Wiederaufbau der durch den Tsunami verwüsteten Regionen Südostasiens. Die im Verband der Automobilindustrie (VDA) organisierten Unternehmen haben in den zurückliegenden Wochen eine Gesamtsumme von über zehn Millionen Euro aufgebracht. Und der Verband, der selbst 25.000 Euro stiftete, rechnet mit weiteren Spenden.
Den mit über zwei Millionen Euro grössten Einzelbetrag stellte DaimlerChrysler bereit. Der Konzern hat der Welthungerhilfe zudem zwei Unimogs geschenkt. Ähnlich spendabel war der Sportwagenbauer Porsche, der eine Million Euro stiftete. Das Porsche-Management hat seine Importeure in Sri Lanka, Thailand und Indonesien um Vorschläge gebeten, in welche lokalen Projekte das Geld nun investiert werden soll.
BMW hat als Nothilfe für die Flutopfer eine sechsstellige Summe gespendet, die für lokale Projekte gedacht ist. BMW will sich auch langfristig engagieren.
Auf rund 300.000 Euro beläuft sich die Soforthilfe von MAN Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen entsandte zudem zwei Busse sowie zwei Sattelzüge für den Transport von Hilfsgütern in die Katastrophengebiete. Opel hat während einer ZDF-Spendengala 100.000 Euro für die Flutopfer überwiesen. Konzernmutter GM spendete weitere 750.000 Euro.
In vielen Unternehmen laufen derzeit weitere Sammelaktionen, bei Audi beispielsweise noch bis zum 18. Februar. Schon jetzt haben Mitarbeiter der Marke VW rund 480.000 Euro gesammelt. Das Ergebnis der Sammlungen im gesamten VW-Konzern steht noch nicht fest.
Die Kölner Ford-Werke planen für den 20. Februar einen "Ford Asia Help Spendenlauf". Die Teilnehmer werden um einen Obolus von einem Euro für jeden gelaufenen Kilometer gebeten.