Ludwigsburg. Der schwäbische Zulieferer Mann+Hummel hat seine Position auf dem nordamerikanischen Markt verbessert. Künftig fertigen die Ludwigsburger Luftfiltersysteme und das Motorsaugrohr für Motoren der Mittelklasse-Plattform von Ford. Dabei können die Schwaben mit zahlreichen Bestellungen rechnen: Ford will seine Marktanteile im Mittelklasse-Segment kräftig ausweiten und dazu jährlich 300.000 mit Mann+Hummel-Technik ausgestattete Ford Fusion, Mercury Milan und Lincoln Zephyr bauen.
Das aus Kunststoff bestehende Motorsaugrohr für den Duratec-Motor fertigt Mann+Hummel USA in Portag, Michigan. Es ist baugleich mit dem V6-Saugrohr der Mazda6-Plattform. Die Luftfiltersysteme und die ebenfalls zum Lieferumfang gehörenden, in allen drei Baureihen eingesetzten Kühlmittelbehälter kommen aus dem mexikanischen Werk Queretaro. Die Endmontage findet in Hermosillo (Mexiko) statt.
Die Luftfiltersysteme wurden speziell für die Akustik des 2,3-Liter-Reihenvierzylindermotors und der V6-Maschine angepasst. Der Resonator sitzt im Kotflügel und beansprucht so keinen zusätzlichen Platz im ohnehin engen Motorraum.
Um die strengen Umweltschutzvorgaben in den "Green States" genannten Bundesstaaten Kalifornien, New York, Massachusetts, Vermont und Maine zu erfüllen, entwickelten die Schwaben eine neuartige Kohlenwasserstoff-Falle. Nach dem Ausschalten des Motors können Kraftstoffrückstände verdunsten und über das Saugrohr ins Freie gelangen. Um das zu verhindern, integrierte Mann+Hummel ein HC-Adsorberelement in die Reinluft-Leitung, an dem sich die Kohlenwasserstoffe anlagern.