München. Die tschechische VW-Tochtergesellschaft Skoda erwägt die Einrichtung einer dritten Schicht in der Lackieranlage ihres Werks Kvasiny. "Im Dreischichtbetrieb könnten wir dort bis zu 320 Karosserien pro Tag lackieren", sagte Skoda-Produktionsvorstand Horst Mühl im Gespräch mit Automobilwoche.
Derzeit käme Kvasiny mit zwei Schichten nur auf rund 200 Einheiten. Hintergrund der Erweiterungspläne ist der Produktionsanlauf des neuen Vans "Roomster", der auf Modulen der VW-Plattformen A (Octavia) und A0 (Fabia) basiert. In Deutschland wird die Markteinführung der kompakten Baureihe voraussichtlich im September 2006 erfolgen.
Im Hinblick auf eine "entfeinerte" Version des Kleinwagens Fabia Sedan als Antwort auf das Billigauto Renault Logan führt Skoda nach Angaben von Vorstandschef Detlef Wittig derzeit eine "Wirtschaftlichkeitsberechnung" durch. Sollte diese positiv ausfallen, könnte Skoda das Auto ab Mitte nächsten Jahres in Indien anbieten.
Als Geschäftsführer der Skoda Auto Deutschland GmbH soll nach Informationen dieser Zeitung noch vor Jahresende Alfred Rieck den Amtsinhaber Dieter Sitz ablösen. Die deutsche Landesgesellschaft mit Sitz im hessischen Weiterstadt ist für den grössten Absatzmarkt der Traditionsmarke zuständig. Rieck leitete bei VW zuletzt den Vertrieb und das Marketing der Oberklassefahrzeuge Touareg und Phaeton. Sitz, 65, geht in den Ruhestand.