Köln. Nachdem am 3. November bekannt wurde, dass Ford in Deutschland bis zum Jahresende rund 1.300 Arbeitsplätze abbauen will, haben in der vergangenen Woche die Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung über einen Standortsicherungsvertrag begonnen.
In einem Schreiben an die Mitarbeiter teilt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Dieter Hinkelmann mit, dass aufgrund der frei werdenden Kapazitäten im Werk Valencia ein "nicht zu unterschätzendes Erpressungspotenzial" für die deutschen Standorte Saarlouis und Köln bestehe. Künftig könnten alle fünftürigen Versionen des Focus und Fiesta in Spanien vom Band laufen. Der nächste Ka und der neue Mazda2 werden definitiv nicht mehr in Valencia gebaut.
Möglicherweise stellt dies ein Druckmittel dar, wenn die zur Disposition stehenden 1.300 Stellen nicht über die angebotenen Auflösungsverträge abgebaut werden sollten. Ford zahlt einen Sockelbetrag von 20.000 Euro, die übrige Zahlung richtet sich nach der Betriebszugehörigkeit und dem letzten monatlichen Bruttolohn. Das Angebot sei speziell für über 50-Jährige interessant, heisst es bei Ford. Sollten sich nicht genug Freiwillige für die Abfindung finden, drohen Kündigungen.