München. Ein halbes Jahr nach der offiziellen Eröffnung der Automobilfabrik TPCA (Toyota Peugeot Citroën Automobile) im tschechischen Kolin, 60 Kilometer östlich von Prag, können die drei an diesem Gemeinschaftswerk beteiligten Autohersteller eine positive Zwischenbilanz ziehen. Insgesamt liefen vom Start der Produktion am 28. Februar bis Ende Oktober mehr als 67.000 Fahrzeuge -- jeweils ein Drittel Toyota Aygo, Peugeot 107 und Citroën C1 -- vom Band.
Ebenfalls mit jeweils einem Drittel hatten sich die drei Hersteller an den Investitionskosten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro beteiligt. Das Auto selbst wurde mit Ausnahme des zur Wahl stehenden 1,4-Liter-Dieselmotors und der Sitze von Toyota entwickelt. Der ebenfalls angebotene Einliter-Benziner wiederum stammt aus Toyotas polnischem Motoren- und Getriebewerk TMMP in Walbrzych.
Insgesamt weisen die drei Kleinwagenmodelle einen Gleichteileanteil von rund 92 Prozent auf. Auch für die Produktion sind die Japaner massgeblich verantwortlich. Die Zuständigkeit für den Einkauf und die Zulieferlogistik liegt dagegen bei den beiden Marken des PSA-Konzerns.
Bei den Zulassungszahlen hat bisher der Toyota Aygo klar die Nase vorn. In Deutschland wurden bis Ende Oktober insgesamt 3.066 Exemplare des japanischen Vertreters in diesem Kleinwagen-Trio in den Verkehr gebracht. Auf den Peugeot 107 entfielen hier zu Lande im gleichen Zeitraum 1.571 Zulassungen, während der Citroën C1 beim Kraftfahrt-Bundesamt mit 1.453 Zulassungen vermerkt ist.