Köln. Ford möchte künftig einzelne Entwicklungsbereiche stärker voneinander trennen und dadurch Synergien schöpfen. So sollen ab 2009 sämtliche Motoren im englischen Dunton, die Fahrzeuge hingegen in Köln-Merkenich entwickelt werden. Von der geplanten Umstrukturierung sind an beiden Standorten je 350 Arbeitsplätze betroffen.
Das bedeute nicht, dass alle betroffenen Mitarbeiter sofort umziehen müssen, heisst es bei Ford. Zunächst hätten die Ingenieure die Möglichkeit, sich auf freie Stellen am jeweils anderen Standort zu bewerben. Ein Umzug in ein anderes Land "ist für einen Ingenieur ohnehin nichts Besonderes mehr", findet Betriebsratsvorsitzender Dieter Hinkelmann. Mit der Konzernleitung habe man sich schnell einigen können, da bei der Neuorganisation "keiner durchs Raster fällt und alles in geordneten Bahnen verläuft".
Die Verhandlungen über die Details der Neuorganisation würden allerdings noch bis September andauern. Hinkelmann beschwichtigt: "Es muss niemand sofort Kisten packen. Erst innerhalb der nächsten fünf Jahre wird der Know-how-Transfer endgültig abgeschlossen sein."