Köln. Für 2005 stapelt Markus Schrick tief. "Wir wollen eine Konsolidierung und nicht das Wachstum", sagt der Vizepräsident der Toyota Deutschland GmbH. Auch werde es im schwachen Markt schwierig werden, "sich gegen die aggressiven Aktivitäten der Mitwettbewerber zu behaupten".
Nach dem Rekordjahr 2004, das dem Importeur mit 127.019 verkauften Autos eine Absatzsteigerung um 17.000 Einheiten (plus 15,2 Prozent) und einen Marktanteil von 3,9 Prozent brachte (plus 0,5 Prozent), ist nun ein bescheidener Zuwachs von 3.000 Einheiten geplant. "Wir wollen ja keinen Zickzackkurs, sondern kontinuierlich nach oben", erklärt Schrick.
Doch schon 2006 soll die Atempause beendet sein. Mit der Einführung der neuen Yaris- und RAV4-Modelle, so der ehemalige Audi-Vertriebsmanager, sei "mit Sicherheit wieder ein grösserer Volumensprung zu erwarten". Dazu soll auch die "repräsentative Markenvertretung" in Berlin-Charlottenburg beitragen, die Toyota mit der Wellergruppe am Salzufer plant -- direkt neben der Mercedes-Benz-Niederlassung. Investitionsvolumen: über 20 Millionen Euro.
Trotz der andauernden Marktschwäche will sich Toyota zu Discountangeboten ŕ la Dacia Logan oder Ford Ka Student, die unter 8.000 Euro liegen, nicht herablassen. "Billigautos gibt es bei Toyota nicht", stellt Schrick klar, "für uns liegt die Priorität auf Qualität und Sicherheit." Der neue Kleinwagen Aygo, der am 1. Juli auf den deutschen Markt kommt, werde "um die 9.000 Euro" kosten.
Die Toyota-Nobelmarke Lexus soll schon 2005 massiv zulegen: Geplant ist ein Absatzplus von 20 Prozent auf 3.000 Einheiten. Am 15. April startet die neue GS-Luxuslimousine, im Juni das Hybridmodell RX 400h, im November der Dreier-BMW-Konkurrent IS.