Wolfsburg. Volkswagen entwickelt ein betont preisgünstiges und geräumiges Einstiegsautomobil für sich entwickelnde Märkte. Das so genannte 3-K-Fahrzeug soll mit Herstellkosten von rund 3.000 Euro deutlich billiger zu produzieren sein als der VW Fox und neben vier Türen, so ein Insider, "viel mehr Kofferraumvolumen bieten". Zuständig für das 3-K-Projekt ist Karl Hirtreiter, als Heavy-Weight-Produktmanager bei VW für die "Entry-Level"-Strategie verantwortlich.
Gefertigt werden soll das 3-K-Auto ab 2008 zunächst in China. Neben dem Reich der Mitte gelten "Emerging Markets" wie Indien und Malaysia als wichtige Absatzmärkte. Ein Export nach Deutschland ist nicht vorgesehen. Die 3-K-Wagen sollen auf einer einfachen und technisch jeweils identischen Plattform je nach regionaler Design-Präferenz der Zielkunden verschiedene Karosserieformen erhalten. Die Verkaufspreise will VW je nach Währungsrelation und lokaler Wettbewerbslage erst unmittelbar vor dem Marktstart fixieren.
Um VW auf Wechselkursrisiken und neue Konkurrenten künftig besser vorzubereiten, lässt Konzernchef Bernd Pischetsrieder intern einen "Weltbebauungsplan" erstellen. Vor dem Hintergrund verschiedener Währungsszenarien wird etwa geprüft, wo VW im Zeitraum 2010 bis 2015 welche Fahrzeuge herstellen sollte.