München. „Ein Interesse von Kunden an einem Pay-as-you-drive-Tarif können wir derzeit nicht feststellen“, heißt es bei der HUK-Coburg. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die derzeitige Ausgestaltung der Tarife das individuelle Risiko bereits sehr gut abbilde. Ob das durch Telematik verbessert werden könne, sei fraglich. Bei Allianz und Ergo beobachtet man die Entwicklung zwar, konkrete Pläne für einen Einstieg gibt es aber auch dort nicht. Ausnahme ist der Flottenversicherungsbereich von HDI-Gerling. Dort gibt es derzeit Praxistests mit Pilotkunden zum Thema „Pay as you drive“. Man sei aber noch ganz klar in der Entwicklungsphase, heißt es. Deswegen sei es auch noch zu früh, um über einen Zeitpunkt für die Markteinführung zu sprechen.
Versicherer zögern bei Pay as you drive
Die Idee klingt einleuchtend: Wer vorsichtig und wenig fährt, zahlt auch weniger für seine Autoversicherung. Was bereits jetzt über die Angabe der pro Jahr gefahrenen Kilometer und Schadensfreiheitsrabatte abgebildet wird, ließe sich mit Telematik- Aufzeichnungen weitaus genauer darstellen. In den USA, Spanien oder Großbritannien gibt es entsprechende Angebote bereits. Auch für Deutschland steht die Technologie zur Verfügung. Doch die Versicherungswirtschaft ist bisher noch eher skeptisch.