München. Rainer Mehl vom IT-Konzern NTT DATA verglich die Position der deutschen Hersteller bei der Vernetzung mit der großer Konzerne aus anderen Ländern und fand für sie lobende Worte. Auch was in Japan bei Toyota passiere, sei sehr interessant, meinte Mehl, doch die deutschen Hersteller lägen gut. Carsten Hurasky von Nokia Here, dem Kartendienst des finnischen Handyherstellers, beschäftigte sich mit der Frage, wie man die Connectivity in günstigere Autos bringe, wenn eine Head Unit in diesen schnell 20 Prozent des Gesamtpreises ausmache. Hier brauche man günstigere integrierte Systeme, in denen auch die Smartphones der Nutzer eingebunden werden.
"Deutsche Hersteller müssen nachlegen, um den Vorsprung auszubauen“
Experten sehen die deutschen Autohersteller gut für die Herausforderungen des vernetzten Automobils gerüstet. Die deutschen Hersteller hätten einen Vorsprung, den sie sich in den 127 Jahren seit der Erfindung des Autos aufgebaut haben, sagte Peter Fuß von Ernst & Young. "Aber sie müssen nachlegen, um diesen Vorsprung auszubauen“, mahnte Fuß. Auch Oliver Kelkar von der Prozess- und IT-Beratung Mieschke Hofmann und Partner (MHP) sieht die deutschen Hersteller "ziemlich weit vorne“. Er betonte aber auch, dass das vernetzte Auto künftig zur Massenware werde. So wie man heute von jedem Neuwagen erwarte, dass man seinen USB-Speicher einstecken und Musik hören könne.