München. Nach einer knapp einjährigen Pause und nur wenige Monate nach dem Serien-A3 bedient Audi ab diesem Sommer seine sportliche Klientel wieder mit einem S3 (dritte Generation). Damit werden die Ingolstädter ihrer Vorgabe gerecht, das Topmodell nun wesentlich früher der Serienversion an die Seite zu stellen. Zuvor geschah dies erst mit dem ersten Facelift des normalen A3. Der neue S3 kostet als Dreitürer 38.900 Euro, die fünftürige Variante Sportback beginnt bei 39.800 Euro. Preise für die Limousine, die nächstes Jahr in den Handel geht, gibt Audi noch nicht bekannt. Sie dürften aber auf ähnlichem Niveau liegen. Die S3-Limousine soll vor allem in den USA und China für Schub sorgen. „Wir erwarten eine Verdopplung des Anteils innerhalb der Baureihe“, so Holle. Für den Hatchback ist Europa bei Weitem der Hauptmarkt. Die meisten S3 verkauft Audi in Deutschland, es folgen Großbritannien und die Schweiz. Allen drei S3-Modellen gemein ist der überarbeitete Turbo-Zweiliter- Vierzylinder mit 300 PS und 380 Newtonmeter Drehmoment. Gekoppelt ist er mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Gegen 1900 Euro Aufpreis bietet Audi das als „S tronic“ bezeichnete Doppelkupplungsgetriebe an – beim Vorgänger wählte es mehr als jeder zweite Kunde. Um den S3 bei der Fahrdynamik etwas heckbetonter auszulegen, erhielt der serienmäßige Allradantrieb eine neu entwickelte Lamellenkupplung. Äußerlich ist der S3 neben den Schriftzügen vor allem an seinen größeren Rädern und dem beidseitigen Doppelendrohr zu erkennen. Zudem liegt der Wagen 20 Millimeter tiefer. Im Premiumsegment der kompakten Sportler fährt der S3 derzeit gegen den Mercedes-Benz A45 AMG und den BMW M 135i. Beide allerdings sind mit 360 beziehungsweise 320 PS nominell stärker. Die Pole-Position beim Thema Power könnte Audi aber bereits Ende 2014 einnehmen. Zwar will das Unternehmen derzeit nichts bestätigen, doch es deutet vieles darauf hin, dass die Neckarsulmer Tuning-Tochter Quattro GmbH wieder einen RS3 auflegen wird.
Top-Sportler im Kompaktformat
Bedeutend ist der Markt für leistungsstarke Kompaktmodelle nicht. Das musste auch Audi beim S3 erkennen. Innerhalb der Baureihe macht das sportliche Topmodell, als Dreitürer seit 2006, als Fünftürer seit 2008 im Handel, lediglich einen Anteil von 2,5 Prozent aus. "Wichtig ist ein solches Fahrzeug aber als Imageträger“, sagt Benjamin Holle vom Produktmarketing, "es dient der Emotionalisierung und der sportlichen Aufladung der A3-Baureihe.“