Schanghai. Angaben zum Investitionsvolumen in das Joint Venture machten die Bayern nicht. Im Gemeinschaftswerk Tiexi soll voraussichtlich ein SUV gebaut werden, das sich technisch beim BMW X1 bedienen dürfte – schließlich läuft der Geländewagen dort ebenfalls vom Band. Konkrete Zahlen zur Absatzplanung nennt BMW noch nicht: „Volumen ist für uns erst einmal nicht das oberste Ziel“, dämpft der Kooperationspartner die Erwartungen. Es gehe vielmehr darum, Akzeptanz für Elektrofahrzeuge zu schaffen und das Vertriebsnetz zu entwickeln. Das sieht Arno Röhringer, Chef des Daimler-BYD-Ablegers Denza, anders. Sein erstes Modell soll mit über 200 Kilometern Reichweite nicht nur das „ausgereifteste Elektroauto aus China“ werden. Der bei BYD im Lohnauftrag gefertigte Wagen soll auch relevante Stückzahlen bringen. „Wir reden hier nicht von einer Kleinserie“, sagt Röhringer. Denza plant über die Laufzeit nicht nur mit 10.000 oder 20.000 Fahrzeugen, „sondern da wollen wir deutlich etwas drauflegen“, sagt Röhringer zu seinem durchaus ambitionierten Ziel. Schließlich liegt der Gesamtbestand an Elektromobilen in China allen Anstrengungen der Behörden zum Trotz bislang bei nicht einmal 30.000.
Zinoro soll Denza in China Paroli bieten
BMW folgt dem Beispiel von Daimler und Build Your Dreams (BYD) und gründet mit dem chinesischen Partner Brilliance ein Joint Venture. Unter der Marke Zinoro wollen die Unternehmen bereits ab 2014 gemeinsam ein Elektrofahrzeug im Reich der Mitte vertreiben. Das Auto wird seine Weltpremiere im November auf der Motorshow in Guangzhou feiern und im ersten Quartal 2014 in den Handel kommen. Zinoro ist die englische Ableitung von Zhi Nuo, wobei Zhi für die chinesischen Wurzeln und Nuo für Bekenntnis steht.