Frankfurt am Main. Selbstverständlich ist die Zeitspanne nicht willkürlich gewählt. Sie markiert vielmehr die Frist, nach der Autos – sofern sie im originalen und technisch einwandfreien Zustand sind – erstmals als Oldtimer angemeldet werden können. Anders gesagt: Die Neuheiten des Jahrgangs '83 sind jetzt reif für das H-Kennzeichen. Unter ihnen ist beispielsweise der Opel Monza GSE. Die Rüsselsheimer boten das Sportcoupé bereits seit Februar 1978 in Deutschland an, doch auf der IAA 1983 debütierte das Topmodell der kurz zuvor rundum renovierten Baureihe, eben der GSE. Serienmäßig war das Auto mit Lederlenkrad, Recaro-Sitzen und Bordrechner bestückt – und mit einem Dreiliter-Sechszylinder-Einspritzmotor mit 180 PS. Der Preis damals: 40.360 Mark. Die italienische Marke Lancia wiederum krönte auf der damaligen IAA die Beta Coupé-Baureihe mit dem Modell Volume XV, von dem lediglich 1272 Exemplare gebaut wurden. Unter der Haube trug der seltene Sportwagen einen Zweiliter-Vierzylinder mit Roots-Kompressor und Doppelvergaser, der eine Leistung von 135 PS entwickelte (Spitzentempo: 200 km/h). Aktuell sind übrigens nur noch 32 Fahrzeuge dieses Typs beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg als in Deutschland zugelassen registriert. Andere Klassiker, die auf der Sonderschau gezeigt werden, sind die Audi-Modelle 80 Quattro und Sport Quattro, der Mercedes 190 E 2.3-16, der Renault Fuego Turbo und natürlich der VW Golf II, von dem während seiner achtjährigen Laufzeit rund sechs Millionen Exemplare verkauft wurden. Dazu noch die BMW-Typen M 635 CSi, jenes legendäre Oberklasse-Coupé mit 286 PS zu einem damaligen Preis von 89.500 Mark, und 524 td. Letzterer war ein Mitglied der Fünfer-Baureihe E28, die von 1981 bis 1987 produziert wurde. Das Neue an diesem Modell: Es war der erste BMW mit Dieselmotor auf dem Markt, wie das Kürzel td deutlich macht. Der Reihensechszylinder schöpfte aus 2443 Kubikzentimetern Hubraum 115 PS. Spitze: 180 km/h, Preis: 32.300 Mark.
Die Highlights des Jahrgangs 83
Nostalgie, Erinnerungen und vielleicht ein wenig Wehmut – wer das Obergeschoss von Halle 3 auf dem Messegelände besucht, erlebt so etwas wie eine kleine Zeitreise. Und zwar ins Jahr 1983. Auch damals fand im September eine IAA in Frankfurt statt, und 18 der Autos, die damals ihre Weltpremiere erlebten, sind jetzt zum 30. Jahrestag wieder da.