Ingolstadt. Reine Elektrofahrzeuge von Audi wird es vorerst nicht geben. "Wir werden erst dann reagieren, wenn der Markt es verlangt", sagte Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg dem "Westfalen-Blatt" (Montagsausgabe). "Bei Bedarf können wir solche Fahrzeuge relativ schnell anbieten, die Technik ist vorhanden." Schließlich kämen im kommenden Jahr der E-Up und der E-Golf von Volkswagen auf den Markt. Plug-in-Hybrid-Systeme sollen nach und nach in so gut wie allen Baureihen von Audi Einzug halten. Als erstes Modell wird in der zweiten Jahreshälfte 2014 der A3 Sportback e-tron zu den Händlern kommen.
Der bayerische Rivale BMW will hingegen sein Elektro-Flotte ausbauen und auch seine Marke Mini mit Elektroantrieb ausrüsten. "Die Elektrifizierung bei einem konventionellen und kleinen Fahrzeug wie dem Mini ist eine herausfordernde Aufgabe. Es passt perfekt zur Marke, und ich bin überzeugt, dass wir eine geeignete Lösung anbieten werden", sagte BMW-Markenvorstand Peter Schwarzenbauer der Zeitung "Euro am Sonntag" (Erscheinungstag 23. November). BMW hat bislang einen Mini mit Elektroantrieb nur in Feldversuchen hergestellt. Laut Schwarzenbauer soll die Modellpalette des Mini von derzeit sieben Modellen ausgeweitet werden. "Aufgrund der Fahrzeugarchitektur können wir auf acht bis zehn Derivate erweitern." Zusätzliches Absatzpotenzial für den Mini verspricht sich BMW insbesondere in China, aber auch in den USA, dem bislang schon größten Markt für den Kleinwagen. "Die Chinesen entdecken gerade die kleineren Segmente. Die Zeit für den Mini wird somit erst noch kommen." (dpa-AFX/swi)Audi
Vorerst keine reinen Elektrofahrzeuge
Der Ingolstädter Premiumhersteller wird in nächster Zeit keine E-Autos bauen. Konkurrent BMW will sein Angebot hingegen noch ausbauen.