Düsseldorf. Der weltgrößte Autobauer Toyota will der Krise auf Europas Märkten trotzen und in diesem Jahr mehr Autos in Deutschland verkaufen. Der Absatz soll um 2.000 Fahrzeuge auf 85.000 Autos steigen, sagte Deutschland-Chef Toshiaki Yasuda dem "Handelsblatt" (Donnerstag). Damit würden die Japaner gegen den Trend wachsen, denn Branchenexperten rechnen für den heimischen Markt bestenfalls mit einer Stagnation. Bei der Nobelmarke Lexus, die in Deutschland neben der Konkurrenz von Daimler, BMWoder Audi bislang keinen Stich sah, soll der Absatz von 2.800 auf 3.000 Autos klettern.
Besonders die Premiummarke habe zuletzt unter den ungünstigen Wechselkursen des Yen gelitten, da Toyota seine Lexus-Flotte komplett in Japan baue, sagte Yasuda. Solche Risiken dürfte der Konzern auch in Zukunft nicht abschütteln können. Zumindest bei Kleinwagen und Kompaktmodellen will Toyota die Wechselkursschwankungen aber in den Griff bekommen, indem mittelfristig mehr Autos in Europa gefertigt werden sollen. Rund 70 Prozent der in Deutschland verkauften Autos würden bereits auf dem Kontinent gebaut. (dpa-AFX/gem)Toyota will in Deutschland gegen den Trend wachsen
Toyotas Deutschland-Chef Toshiaki Yasuda hat in einem Interview angekündigt, den Absatz der Marke in Deutschland im laufenden Jahr steigern zu wollen. Auch der Lexus-Absatz soll gegenüber dem Vorjahr wachsen.