München. Moderne Werkstattausrüstung ist für einen Servicebetrieb unabdingbar, aber teuer. Als Finanzierungspartner sind neben Auto- und Hausbanken auch Teile- oder Schmierstofflieferanten gefragt. „Das ist eine Finanzierungsmöglichkeit, die früher häufiger genutzt wurde, als die Zinsen sehr hoch waren“, sagt ZDK-Vize Wilhelm Hülsdonk. „Interessant wird es dann, wenn die Bonität nicht so hoch ist oder ein Betrieb die Mittel von der Bank nicht bekommt“. Das derzeit niedrige Zinsniveau lasse aber auch den Anreiz dieser Finanzierungsalternative etwas zurückgehen.
Im Prinzip bieten alle leistungsfähigen Teilegroßhändler Finanzierungen an“, sagt Hartmut Röhl, Präsident des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA). Dabei kann das Unternehmen selbst als Kreditgeber auftreten „oder als Bürge bei der finanzierenden Bank des Kunden“, so Röhl weiter. Diese Alternative böten meist Großhändler ohne eigene Finanzierungsabteilung an.Neben den Teilelieferanten engagieren sich auch Schmierstoffhersteller wie Castrol: „Finanzierungsangebote sind ein normaler Bestandteil unserer Verträge“, bestätigt ein Sprecher der deutschen Vertriebsgesellschaft, „das ist für uns ein wichtiges Marketinginstrument.“ In der Regel sind die Lieferantenkredite mit Abnahmeverpflichtungen verbunden. „Im Idealfall erfolgt die Finanzierung aus den Erträgen der künftigen Serviceleistung“, sagt GVA-Präsident Röhl.Längst hat auch das Leasing Einzug in die Werkstatt gehalten – gerade bei schnelllebiger Technik eine kapitalschonende Alternative. Viele Werkstattausrüster nutzen diese Verkaufshilfe – etwa der Teilegroßhändler Wessels + Müller unter der Marke „WM Mobilien-Leasing“.Teilelieferanten als alternative Kreditgeber
Neben den Auto- und Hausbanken nutzen Werkstätten bei der Ausrüstung ihrer Servicebetriebe auch Finanzierungsangebote von Teile- oder Schmierstofflieferanten.