München. Auch der Octavia Combi nutzt den Modularen Querbaukasten (MQB) und wird deshalb bis zu 102 Kilo leichter sowie bestenfalls 17 Prozent sparsamer als der Vorgänger. Es gibt ihn zunächst mit vier Benzinern von 86 bis 180 PS und drei Dieseln, die 90, 110 oder 150 PS leisten und in der günstigsten Ausführung auf einen Verbrauch von 3,3 Litern kommen. Weil der Kombi jetzt dank 4,66 Metern Länge mehr Platz bietet und mit 610 bis 1740 Litern den größten Laderaum in seiner Klasse hat, zweifelt Firmenchef Winfried Vahland nicht am Erfolg des neuen Modells. „Schon der Vorgänger war in Europa unumstrittener Marktführer, und jetzt setzten wir beim Platzangebot, bei der Technik, beim Design und den cleveren Detaillösungen noch einen drauf“, sagt der Vorstandschef. „Deshalb sind wir ganz sicher, dass wir diesen Erfolg nachhaltig fortsetzen können.“ Nach Rapid und der Octavia- Limousine ist der Kombi bereits die dritte wichtige Neuheit von Škoda in den vergangenen Monaten. „Und das geht munter so weiter“, kündigt Vahland an: „Wir befinden uns mitten im größten Investitionsprogramm der Firmengeschichte und erneuern bis 2016 unsere gesamte Modellpalette.“ Als Nächstes stehen ein Facelift für den Superb in diesem Sommer, der neue Fabia im Herbst 2014 und danach Yeti, Roomster sowie 2015 die zweite Auflage des Superb auf dem Plan. Deshalb geht der Ausbau der Modellpalette in der weiteren Zukunft etwas langsamer voran. Den zweiten Geländewagen oberhalb des Yeti hat Vahland zwar nach wie vor auf der Wunschliste. „Doch vor 2016 werden wir den nicht sehen“, sagt der Firmenchef. Und auch für weitere Nischenmodelle wird es schwierig: Ein noch kleinerer Geländewagen sei für Škoda nur in Europa zu verkaufen und deshalb nicht rentabel. Und ein Cabrio oder einen Roadster schließt Vahland für die Marke aus. Stattdessen wünscht er sich langfristig vor allem für die deutlich jüngere Kundschaft in China einen sportlichen Imageträger wie ein Coupé auf Octavia-Basis.
Der Musterschüler lernt dazu
Europas meistverkaufter Kombi geht in die nächste Runde: Im Mai bringt Škoda den neuen Octavia auch mit großer Klappe in den Handel. Der tschechische Cousin des VW Golf Variant kostet mindestens 16.640 Euro und ist damit sogar noch gut 300 Euro billiger als sein Wolfsburger MQB-Geselle als Dreitürer.