Saarbrücken. In den Betrieben des saarländischen Kfz-Gewerbes werden derzeit 750 junge Leute zu Kfz-Mechatronikern ausgebildet. Erst jüngst war dieses Berufsbild nach zehnjährigem Bestand der Ausbildung reformiert worden. Denn einerseits zählt der Kfz-Mechatroniker nach wie vor zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland. Andererseits sinkt die Zahl der Bewerber aufgrund der demografischen Entwicklung, und auch die Qualifikation der Bewerber lässt nach Verbandsangaben nach. Das aktuelle Kalenderprojekt soll hier gegensteuern und „aus der Praxis für die Praxis“ werben, hofft Seiwert. Die bei einem Casting ausgewählten Lehrlinge zeigten auf den Monatsblättern mit individuellen Meinungen und Statements die gesamte Bandbreite ihres Berufs. Denn es gebe immer noch viele Vorurteile gegenüber den Kfz- Service-Berufen: „Ölverschmiert war gestern, heute lebt die Branche Hightech“, so Seiwert. Die Anforderungen an die Bewerber für einen Ausbildungsplatz im Kfz-Gewerbe seien analog zum technischen Fortschritt des Produkts Automobil gestiegen, Elektronik, Sensorik, Hydraulik, Pneumatik und neue Werkstoffe veränderten das Berufsbild und die Qualifikationen. Dies, so Seiwert, zeige der Kalender in einer „personifizierten Art“. Präsentiert wird er am „Tag des Handwerks“ am 21. September in Saarbrücken und bei der ZDK-Bundestagung am 14. Oktober in München.
Ölverschmiert war gestern
Im Rahmen des Programms zur Nachwuchswerbung bringt das saarländische Kfz-Gewerbe 2014 erstmals einen Jahreskalender heraus, der als Informations- und Imageträger herausragende Bedeutung für die Branche haben soll. Das Image- Projekt unter dem Motto „Elf Menschen, elf Motivationen – ein Traumberuf“ gilt bundesweit als einmalig. „In einer Zeit des demografischen Wandels wollen wir authentisch für unsere Berufe werben“, unterstreicht Herbert Seiwert, Vorsitzender des Kfz-Verbands Saarland. Es seien „Berufe mit Zukunft, denn individuelle Mobilität ist ungebrochen.“