Peking. Für ausländische Hersteller verstärkt diese Entscheidung den Trend, künftig in ihre Wachstumspläne kleinere Städte einzubinden, die lange als Hochburg lokaler Autobauer galten. Im Hinterland eröffnen bereits immer mehr Händler von VW oder General Motors. Neben Peking beschränken die Metropolen Schanghai und Guangzhou sowie die Provinzhauptstadt Guiyang die Zahl der Autos. Acht weitere Großstädte planen ähnliche Maßnahmen, meldete im Juli der Verband der chinesischen Autobauer CAAM. Analysten erwarten, dass angesichts der zunehmenden Verkehrsprobleme viele Städte folgen. Schanghai und Peking planen zudem die Einführung einer Staugebühr – ähnlich dem System in Singapur oder London. In Peking dürfen Autos zudem je nach Endziffer des Nummernschilds einen Tag pro Woche nicht in die Innenstadt fahren.
Peking kürzt Zulassungsquote deutlich
Die chinesische Hauptstadt schränkt im Kampf gegen Stau und Luftverschmutzung die Zulassungen von Personenwagen weiter ein. Ab 2014 wird Peking nur noch 150.000 neue Nummernschilder pro Jahr ausgeben. Derzeit sind es 240.000. Zulassungen werden seit 2011 verlost. 20.000 Nummernschilder werden für Elektro- und Hybridfahrzeuge reserviert, 2017 sollen es bereits 60.000 und damit 40 Prozent aller Zulassungen sein. Peking setzt die Obergrenze der registrierten Autos für 2017 bei sechs Millionen an, Ende 2012 waren es bereits 5,2 Millionen.