Wolfsburg. Auf der Tokyo Motor Show wird VW eine Studie des Kleinwagens Up zeigen, die mit einen Plug-in-Hybrid ausgerüstet ist. Wegen des geringen Bauraums kommt dabei der Antrieb des Kleinserienautos XL1 zum Einsatz. Es handelt sich um eine Kombination aus einem Zweizylinder-Dieselmotor mit 0,8 Liter Hubraum, einer E-Maschine und einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
Im europäischen Normzyklus würde der „Twin Up“ einen Verbrauch von lediglich 1,1 Liter auf 100 Kilometer ausweisen, das sind nur zwei Zehntel mehr als der XL1. Aufbau und Fahrwerk der Studie entsprechen weitgehend der Technik, die auch bei der rein elektrischen Variante E-Up zum Einsatz kommt. Dass der Unterschied zwischen dem 800 Kilo leichten XL1 und dem 1,2 Tonnen schweren Kleinwagen so gering ausfällt, liegt am Testverfahren, für das die elektrische Reichweite entscheidend ist. Der Twin Up ist mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgerüstet, der über einen Energie-inhalt von rund 8,6 Kilowattstunden verfügt, und fährt damit rund 50 Kilometer weit elektrisch.Die Reichweite des E-Up hatte VW in der dreijährigen Entwicklungszeit intensiv gesteigert. Einen enormen Sprung in der Effizienz des Antriebs soll laut Thomas Lieber, der bei VW für Elektro-Traktion verantwortlich ist, der elektromechanische Bremskraftverstärker von Bosch gebracht haben. Er ermöglicht, Verzögerungen von bis zu 0,3 g – also alle Alltagsbremsungen – nahezu vollständig für die Rekuperation der Batterie zu nutzen. Hinzu kommen Verbesserungen der Aerodynamik und des Reifenrollwiderstands. Während der E-Up dieser Tage in den Handel kommt, ist die Zukunft der Hybridvariante ungewiss.Öko-Kleinstwagen
Volkswagen zeigt Hybrid-Version des Up
Volkswagen wird auf der Automesse in Tokio die Studie "Twin-Up" zeigen. Das Konzeptfahrzeug auf Up-Basis soll nur 1,1 Liter verbrauchen - dank einem bekannten Antrieb.