Frankfurt am Main. Dabei bleibt Tesla der Strategie treu, die Autos nur in eigenen Niederlassungen anzubieten. „Wir denken, dass dies der beste Weg ist“, sagte Europa-Vertriebschef Bryan Batista im Gespräch mit der Automobilwoche. „Wir verkaufen Fahrzeuge aber auch über das Internet oder am Telefon.“ Einziges Modell im Angebot ist derzeit der Model S, eine sportliche Limousine in der Größe der Mercedes E-Klasse. Der rein elektrisch angetriebene Wagen kostet mit 60-Kilowattstunden-Batterie 71.400 Euro, mit 85 kWh 95.500 Euro. „Wir haben bisher über 13.000 Model S ausgeliefert, die meisten in den USA“, so Batista. In diesem Jahr sollen insgesamt 20.000 Autos gebaut werden, 2014 dann 30.000. „Wir wollen jeweils ein Drittel der Produktion in den USA, Europa und in Asien-Pazifik verkaufen.“ Während der Tesla Model S in den USA vor allem eine wohlhabende, technikbegeisterte Kundschaft anspricht, will man in Europa auch kostenbewusste Interessenten gewinnen: „Hier schauen die Kunden auch auf die Betriebskosten. Und eine ,Tankfüllung‘ kostet beim Model S zehn bis 15 Euro.“ Die Reichweite beträgt je nach Batteriekapazität bis zu 500 Kilometer. Der Verkaufserfolg des Model S hat einen Run auf die Tesla-Aktie ausgelöst: Das Unternehmen ist an der Börse höher bewertet als Peugeot und Fiat zusammen. Als nächstes Modell wird die Marke, die zunächst mit einem bei Lotus entwickelten Roadster gestartet war, ein SUV namens Model X auf den Markt bringen. Die Produktion werde 2014 beginnen, verspricht Batista.
Jeder dritte Tesla soll in Europa verkauft werden
Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla baut sein Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland aus. In Berlin und Stuttgart sind weitere Tesla- Stores geplant. Damit wäre die Marke aus Kalifornien hierzulande mit sechs Standorten vertreten. Zudem werden fünf Servicestationen aufgebaut. Bisher gibt es nur in München eine Werkstatt.