München. Weil Renault den Kunden die Batterien vermietet und eine Mindestleistungsfähigkeit garantiert, müssen bei Z.E.-Händlern weltweit Austauschbatterien vorhanden sein. Gebrauchte Akkus müssen in das Renault- Recyclingzentrum im französischen Flins gebracht werden. Pascal Kemps, bei DHL für die globale Automotive-Strategie zuständig, nennt als eine Herausforderung für den Transport großer Lithium-Ionen-Batterien den Mangel an eindeutigen Regelungen: Der gesetzliche Rahmen sei „noch sehr stark auf Consumer- Batterien ausgerichtet“ - also kleine Akkus etwa in Laptops oder Bohrmaschinen. Neue Lithium-Ionen-Batterien, so Kemps, dürften zwar per Flugzeug transportiert werden. Aber der bevorzugte Weg sei das Schiff, wenn Akkus das europäische Festland verlassen. Sowohl auf dem Luft- als auch auf dem Landweg sind besondere Maßnahmen nötig. DHL setzt für den Gefahrguttransport ausgerüstete Fahrzeuge ein. Und für das Handling der 112 bis 335 Kilogramm schweren Batterien mit Spezialabmessungen erhielten die DHL-Mitarbeiter einschließlich der Fahrer ein spezielles Training.
Sonderbehandlung für die Austausch-Akkus
Die Elektromobilität stellt auch die Logistik vor neue Herausforderungen: Die Lithium- Ionen-Speicher wiegen oft mehrere Hundert Kilogramm und gelten als Gefahrgut. Renault hat daher mit DHL eine spezielle Logistik für Ersatzbatterien der Z.E.- Elektromodelle aufgebaut.