Essen. In einzelnen Bereichen gelang Procar dennoch eine Steigerung der Erlöse. So legte das Großkundengeschäft bei Neuwagen um 12,2 Prozent zu. Der Teilevertrieb wuchs um 4,4 Prozent auf 33,3 Millionen Euro, was allerdings von einem Rückgang des Serviceumsatzes um 7,9 Prozent auf 13,9 Millionen Euro fast aufgefressen wurde. Die Zahl der Werkstattaufträge sank gar um 15,6 Prozent. Für das Geschäftsjahr, das am 30. September endet, zeigt sich die Gruppe unter Führung von Jörg Felske aber optimistisch. Vor Steuern werde man eine moderate Umsatzrendite erreichen und deutlich besser abschneiden als 2011/ 2012. Dies dürfte nicht allzu schwer werden. 2011/2012 waren bei der Gruppe an mehreren Standorten Um- und Neubauten notwendig geworden, die das Ergebnis deutlich belastet hatten. Procar gehört mehrheitlich der israelischen Manor Automotive Group. Erst im Frühjahr hatte sie ihren Anteil am ehemals größten deutschen BMW-Händler von 75 auf 90 Prozent aufgestockt. Unternehmensgründer Peter Jänsch hält nur noch zehn Prozent der Anteile, nach zuvor 25 Prozent. Zudem verließ er Ende März die Geschäftsführung der Unternehmens- Holding.
BMW-Händler Procar nah an der Gewinnzone
Weniger Absatz, weniger Umsatz – und trotzdem steckt in der Halbjahresbilanz für die Essener Handelsgruppe Procar Automobile eine gute Nachricht. Denn unterm Strich hat sich Deutschlands inzwischen nur noch drittgrößter BMW-Händler stabilisiert und schnuppert nach einer massiven Reduzierung der Verluste auf gut 273.000 Euro an der Gewinnzone. Vor einem Jahr hatte noch ein Verlust von 3,4 Millionen Euro zu Buche gestanden. Und die Umsatz- und Absatzrückgänge lassen sich zumindest teilweise damit erklären, dass das Unternehmen in Bottrop und Bochum zwei Standorte abgegeben hat.