Bonn. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) rät seinen Mitgliedern, beim Thema Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) nicht in Aktionismus zu verfallen. Mit großen Investitionen in die Technologie, die für neue Fahrzeugmodelle bereits Pflicht ist und ab November 2014 in allen Neuwagen stecken muss, sollte man noch ein wenig warten, sagte der Verbandsvorsitzende Peter Hülzer. Es gebe viele offene Fragen, mit denen sich die zuständigen Arbeitskreise beschäftigten. Das werde in den ersten drei Monaten des Jahres passieren. So lange könne der Handel noch warten. Das Sommerreifengeschäft beginne ohnehin erst im April, sagte er und kündigte an: „Bis dahin haben wir die Händler gebrieft.“ Ungeklärt ist, ob Reifendruckkontrollsysteme Teil der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) sind. Falls ja, könnte dies zur Folge haben, dass die ABE eines Autos erlischt, wenn es trotz vorgeschriebener RDKS-Technik mit Reifen ohne diese Funktion ausgestattet wird. Dazu führe der Fachausschuss Kraftfahrzeugtechnik derzeit Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium, sagte Hülzer. Die Antwort dürfte für die Verbraucher und damit auch den Handel durchaus relevant sein. Schließlich sind Reifen mit RDKS erheblich teurer als Reifen ohne diese Funktion.
Kein Aktionismus bei Kontrollsystemen
Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) rät seinen Mitgliedern, beim Thema Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) nicht in Aktionismus zu verfallen. Mit großen Investitionen in die Technologie, die für neue Fahrzeugmodelle bereits Pflicht ist und ab November 2014 in allen Neuwagen stecken muss, sollte man noch ein wenig warten, sagte der Verbandsvorsitzende Peter Hülzer.
Ersatz der Sensoren zulässig?
Ähnlich gelagert ist die Frage, ob der Ersatz von Originalsensoren durch Ersatzteile anderer Hersteller zulässig ist. Auch hier strebt der BRV eine rechtsverbindliche Klärung an. Der Verband beschäftigt sich zudem mit dem Mehraufwand, der bei der Montage von RDKS-Reifen entsteht. In Studien soll dieser ermittelt werden, auch im Vergleich verschiedener Systeme untereinander. Den Händlern soll dies Orientierung geben, welchen Aufpreis sie bei Reifen mit Druckkontrolle gegenüber der Montage konventioneller Reifen berechnen sollten.