Bonn. Im Gebrauchtwagengeschäft seien die Verkaufszahlen dagegen "noch im grünen Bereich“, sagt Rademacher. "Den Handel drücken jedoch unbefriedigende Bruttogewinne und viel zu lange Standzeiten. Trotzdem dürfte sich hier das Jahresvolumen bei 6,8 bis 6,9 Millionen Einheiten und damit etwa auf Vorjahresniveau bewegen.“ Auch der Aftersales ist laut Rademacher "schlecht in Fahrt gekommen“. Die durchschnittliche Auslastung der Werkstätten liege "noch unter den Vorjahreswerten“. Mit besserem Wetter erwartet er aber Nachholeffekte. Als "nach wie vor schwierig“ stuftdas Frühjahrsgutachten zudem die Finanzierungsbedingungen ein, auch wenn sie sich zuletzt verbessert hätten. Doch seitens vieler Banken werde das Kfz-Gewerbe und insbesondere der Autohandel "nach wie vor als Risikobranche eingestuft“. Die Hoffnung der Händler richtet sich nun aufs kommende Jahr. "Der Konjunkturausblick auf das Jahr 2014 fällt aus heutiger Sicht aber durchaus zuversichtlich aus“, heißt es im Frühjahrsgutachten. "Insofern ist – rein von konjunktureller Seite – ein stabiles Autojahr 2014 absehbar.“
Kfz-Gewerbe hofft auf das nächste Jahr
Nach fünf schwachen Monaten wankt die Prognose des ZDK für den Neuwagenabsatz 2013. Die erwarteten 2,9 Millionen seien "nur sehr schwierig zu erreichen“, erklärte ZDK-Präsident Robert Rademacher auf Anfrage. "Sollte sich die rückläufige Tendenz von 8,8 Prozent in den ersten fünf Monaten im weiteren Jahresverlauf erhärten, dürfte das Gesamtjahresvolumen eher bei einem Wert zwischen 2,8 und 2,9 Millionen Einheiten landen.“ Noch im jüngst veröffentlichen Frühjahrsgutachten hatte der ZDK seine Prognose von 2,9 Millionen Neuwagen wiederholt, gleichzeitig aber auch gewarnt, man werde selbst bei einer leichten Belebung im Jahresverlauf den verhaltenen Start nicht aufholen können. Nun hält Rademacher selbst ein Abrutschen auf 2,8 Millionen Neuwagen für möglich.