Die neue Struktur war notwendig, weil sich die Aufgabenfelder der DAT wesentlich erweitert haben. Wir sind internationaler und unsere Produkte umfangreicher geworden. Zudem hat sich die Anzahl der Kunden deutlich erhöht. Als ich 1995 zur DAT kam, hatten wir in Deutschland 6000 SilverDAT Kunden und waren in insgesamt drei Ländern aktiv. Heute sind es in Deutschland über 18.500 SilverDAT-Anwender, und wir sind in 18 Ländern aktiv.
"Die neue Struktur war notwendig"
Reibungslos. Das heißt nicht, dass wir in allen Fragen von vornherein einer Meinung wären. Aber wir sind ein sehr gut harmonierendes Team. Auch wenn ich Sprecher dieser Geschäftsleitung bin, begegnen wir uns als vollkommen gleichberechtigte Kollegen. Wir haben sogar in unserer Geschäftsordnung verbindlich vereinbart, alle Entscheidungen einstimmig zu treffen.
Betriebswirtschaftlich gesehen läuft alles nach Plan. Gleichwohl sind wir aber auch unmittelbar vom Wohlergehen unserer Schlüsselkunden, den Automobilbetrieben, abhängig. Wenn es Insolvenzen oder Geschäftsaufgaben gibt, wie zuletzt, kann ich dies leider meist zeitversetzt, in unserer Kundenstatistik wiederfinden.
In den vergangenen Monaten haben wir uns auf die Optimierung unserer Organisationsstruktur konzentriert. So haben wir unsere Mitarbeiter aus den Bereichen Datenerstellung und Softwareentwicklung zu Produktlinienteams zusammengeführt. Wir versprechen uns davon mehr Geschwindigkeit und Kundenorientierung. Die Belegschaft hat die Änderungen mehrheitlich positiv aufgenommen. Wir hatten auch schon erste Erfolge. So hat es beim neuen SilverDAT webScan unter der Ägide meines Geschäftsführerkollegen Thilo Wagner von der Idee bis zum Produktivbetrieb nur drei Monate gedauert.
Selbstverständlich! Wir stehen am Anfang einer neuen Ära. Wir werden uns nicht nur auf die Bereitstellung komplexer Fahrzeugdaten konzentrieren, sondern uns verstärkt auch um die Optimierung der Prozesse bei unseren Kunden kümmern. Dies wird auch entsprechende Beratungsdienstleistungen umfassen.
Wir sehen Alldata nicht als Wettbewerber. Das Unternehmen bietet Reparaturleitfäden, Schaltpläne und Ähnliches an. Wir hingegen stellen Systeme zur Verfügung, mit denen unsere Kunden Kostenvoranschläge erstellen können. Das sind zwei Paar Schuhe. Ich gehe davon aus, dass es in absehbarer Zeit sogar Schnittstellen zwischen unseren Systemen geben wird, die es den gemeinsamen Kunden ermöglichen, hin und her zu switchen.
Ansonsten gehört Wettbewerb natürlich zum Tagesgeschäft und ist auch hilfreich für die eigene Weiterentwicklung. So gäbe es manche Innovationen bei der DAT noch nicht, wenn uns die Konkurrenz damit nicht unter Druck gesetzt hätte.Ich denke, dass jedes Unternehmen das Marktumfeld, in dem es sich bewegt, aufmerksam beobachten und möglichst wenig Fehler machen sollte, insbesondere bei der Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen. Aber fürchten muss sich niemand, der sich um die Bedürfnisse seiner Kunden kümmert und bei der Erwartung hinsichtlich der eigenen Gewinnspannen die Kirche im Dorf lässt.
Wir sind eine GmbH, die selbstverständlich Gewinne erzielen muss und dies auch tut. Was uns von anderen Unternehmen unterscheidet, ist die Tatsache, dass unsere Gesellschafter VDA, VDIK und ZDK seit Gründung der DAT vor nunmehr 82 Jahren auf Gewinnausschüttungen verzichten. Sie geben uns damit die Möglichkeit, unsere Gewinne zu reinvestieren und für unsere Produkte und Dienstleistungen moderate Preise zu verlangen.Die ausländischen Märkte sind für uns in den letzten Jahren enorm wichtig geworden. Dort steckt das größte Wachstumspotenzial. Wir sind Stand heute in 18 europäischen Ländern vertreten. Die Impulse, unserer Auslandsgesellschaften sind auch in Bezug auf unsere Produkte sehr wichtig. Im letzten Jahr haben wir einen eigenen Geschäftsbereich für die Auslandsaktivitäten gegründet und mit meinem Geschäftsführer-Kollegen Helmut Eifert einen international erfahrenen Profi ins Team geholt.
Gerade haben wir eine Gesellschaft in den Niederlanden gegründet. Weitere Markteintritte sind in Planung. Darüber hinaus sehen wir uns die Wachstumsmärkte in Lateinamerika und Asien sowie das dortige Engagement unserer Kunden sehr genau an. Es erscheint uns sinnvoll gemeinsam mit ihnen voranzugehen.
Sie wird stetig ausgebaut. Darüber hinaus werden unsere Produkte schon in den nächsten zwei bis drei Jahren plattformunabhängig auf mobilen Endgeräten ebenso einsatzfähig sein wie auf einem PC. Ein weiterer Punkt sind die freiberuflich tätigen DAT-Sachverständigen. Diese Organisation wollen wir deutlich stärken und auch Beratungsdienstleistungen für die Branche anbieten.
Die DAT hat nicht die Aufgabe, das gute Gewissen der Automobilbranche zu sein. Die Hersteller und Importeure, aber auch die Händler wissen im Grunde, dass ihre Eigenzulassungen derzeit auf einem ungesunden Niveau liegen. Wir bei der DAT spüren sehr schnell, welche Konsequenzen das auf die Marktpreise hat. Daher weisen wir weiterhin auf derartige Entwicklungen hin, überlassen es aber trotzdem auch zukünftig den Entscheidern in dieser Branche, daraus für sich selbst die richtigen Schlüsse zu ziehen.
29, aber nur wenn meine Geschäftsführerkollegen mitmachen.
Aber sicher! Auch in den vergangenen Jahrzehnten haben sich Technologien bei Fahrzeugen und im EDV-Bereich permanent weiterentwickelt und trotzdem hat die DAT ihren Auftrag konsequent erfüllt. Ich sehe keinen Grund, warum sich dies ändern sollte. Die DAT gilt in dieser Branche als berechenbarer, zuverlässiger Partner und dies soll auch so bleiben. Unsere enge Verzahnung mit dem Kfz-Gewerbe und der Automobilwirtschaft wird uns auf diesem Weg unterstützend begleiten.