München. Gebrauchtwagen stehen zunehmend länger auf dem Hof der deutschen Händler. Im Juni waren es nach einer Analyse des Marktbeobachters Schwacke im Schnitt 111 Tage. Ein Jahr zuvor waren es bei den untersuchten Wagen im Alter von ein bis sechs Jahren noch acht Tage weniger gewesen.
Am schlechtesten schneiden dabei mit Abstand Fahrzeuge der Oberklasse ab. Von Juli 2012 bis Juni 2013 dauerte es im Schnitt 150 Tage, bis sie wieder vom Hof des Händlers fuhren. Bei keinem anderen Segment dauerte es annähernd so lange, bis sich ein Käufer fand. Zudem war in der Oberklasse mit einem Plus von 23 Tagen im Vergleich zum Vorjahr auch die deutlichste Verschlechterung zu beobachten.Positive Entwicklungen zeigt die Schwacke-Auswertung bei keinem einzigen Segment. Den geringsten Anstieg zumindest gibt es in der Miniklasse. Hier ging es nur zwei Tage auf nun 98 nach oben. Die kürzesten Standzeiten fanden sich bei Geländewagen und SUVs. Auch diese Segmente konnten sich allerdings nicht dem Trend zu längeren Standzeiten entziehen. Hier ging es je nach Klassifizierung acht bis 14 Tage nach oben.Steigende Standzeiten
Fahrzeuge der Oberklasse stehen am längsten auf dem Händlerhof: Bei keinem anderen Segment dauert es annähernd so lange, bis sich ein Käufer findet. Dies ergab eine aktuelle Analyse des Marktbeobachter Schwacke.