New York. Die Erholung der amerikanischen Wirtschaft kommt auch deutschen Unternehmen zugute. Nach einer Umfrage unter Tochtergesellschaften deutscher Firmen in den USA rechnen 69 Prozent für dieses Jahr mit einem Umsatzzuwachs, nur 11 Prozent mit einem Rückgang. Für das kommende Jahr gehen 98 Prozent davon aus, dass die Geschäfte stabil bleiben oder wachsen.
«Die Ergebnisse zeichnen ein sehr positives Bild», sagte Marc Winterhoff von der Unternehmensberatung Roland Berger bei der Vorstellung am Montagabend (Ortszeit) in New York. Er hatte den «German American Business Outlook» gemeinsam mit den Deutsch-Amerikanischen Handelskammern und dem Delegierten der Deutschen Wirtschaft in Washington erstellt. Rund 200 Firmen nahmen an der Umfrage teil.Deutsche Unternehmen beschäftigen in den USA rund 581.000 Leute, etwa 11.000 mehr als noch vor einem Jahr. Beispielsweise fertigen VW, BMW, Daimler und Siemens im Land. Auch zahlreiche Mittelständler sind mit Tochterfirmen in den USA vertreten. Drei Viertel der befragten Firmen gehen davon aus, auch im kommenden Jahr neue Mitarbeiter einzustellen.Die größte Sorge der Unternehmen sind der Umfrage zufolge die Haushaltsstreitigkeiten in Washington, die zwischenzeitlich große Teile der Verwaltung lahmgelegt hatten. Zudem steigen Kosten und die Preise sind unter Druck. Weiterhin beklagen Unternehmen, wie schwierig es sei, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. «Bildung bleibt ein großes Thema», sagte Unternehmensberater Winterhoff. (dpa/gem)US-Wirtschaft
Deutsche Unternehmen profitieren von Erholung
Der US-Markt ist riesig und entsprechend wichtig für deutsche Firmen. Die Geschäfte laufen gut, doch die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern bereitet Unternehmen Probleme.