Frankfurt am Main. Johnson Controls zeigt die neue Türverkleidung im Konzeptfahrzeug „Bespoke“. Praktische Idee: In die Türverkleidung integriert ist eine verschiebbare Armlehne, die gleichzeitig als Verschluss für ein Ablagefach dient. Smartphones und dergleichen können hier abgelegt und über einen USB-Anschluss auch gleich aufgeladen werden. Ebenfalls in Frankfurt zu sehen ist ein Verfahren zur Anwendung zweifarbiger Türfolien – optisch nur ein Detail, in der Produktion jedoch von Bedeutung. Mit dem neuen Verfahren kann anstatt von zwei unterschiedlich gefärbten Verkleidungsteilen eine mehrfarbige, einteilige Türverkleidung als komplette Türtafel verbaut werden. Dadurch entfällt die Nut zwischen den beiden Verkleidungsteilen, vor allem aber die Produktion und Verschweißung eines zweiten Bauteils. Dies wiederum bedeutet eine Reduzierung von Gewicht, Kosten und Logistikaufwand. Das Verfahren soll laut Johnson Controls 2016 serienreif sein.
Leichter und dennoch stabiler
Der Zulieferer Johnson Controls (Halle 5.1) präsentiert auf der IAA ein neues Formpressverfahren für Türverkleidungen. Die innovative Technik verbessert die Stabilität des Materials erheblich und spart gleichzeitig Gewicht. Die Struktur besteht aus Polypropylen, einem Thermoplast, der mit Glasfaser gefüllt ist. Diese wird mit leichten Naturfasern kombiniert. Die daraus geformten Türkomponenten sind um 40 Prozent leichter als vergleichbare Bauteile und verfügen zugleich über eine um 30 Prozent höhere Steifigkeit.