Köln. Die Studie basiert auf der neuen Skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) von Volvo. Erstes Serienmodell auf dieser technischen Plattform wird 2014 die neue Generation der SUV-Baureihe XC90. „Das ist zwar ein komplett anderer Fahrzeugtyp als die Studie“, sagt Ingenlath, „doch die Gemeinsamkeiten werden sich bei der Präsentation im nächsten Jahr auf Anhieb erkennen lassen.“ Vor allem die Gestaltung der Frontpartie des Concept Coupé soll in künftigen Volvo-Modellen – mit gewissen Variationen – immer wieder auftauchen. „Wir ergänzen die Markensprache mit ihrer ruhigen, selbstbewussten Schönheit, die ein Sinnbild skandinavischen Designs ist, um eine emotionale Komponente“, sagt Ingenlath. Der Designchef betont, dass es dabei besonders auf die Proportionen ankomme, die mit der neuen Technik-Plattform ganz anders gestaltet werden können. Nämlich so: vergleichsweise niedrige Motorhaube, eine dynamische Dachlinie und eine insgesamt leicht nach hinten verschobene Passagierkabine. „Das“, so sagt der Chefkreative, „ist ein typisches Merkmal von Premiummarken.“ Und natürlich hat Volvo das Ziel, eine weltweit anerkannte Premiummarke zu werden. Deutlich wird das vor allem im Innenraum, wo eine belederte Armaturentafel, ein digital instrumentiertes Cockpit, ein großer Touchscreen in der Mittelkonsole, dunkelblaue Teppiche, ein Schalthebel aus handbearbeitetem Kristall und Echtholzeinsätze für eine ebenso technische wie wohnliche Atmosphäre sorgen. Unter dem wohlgeformten Blech des Concept Coupé steckt, dem allgemeinen Trend folgend, ein Plug-in-Hybridantrieb, der einen Zweiliter-Benziner mit kombinierter Kompressor-Turbo-Aufladung mit einem Elektromotor an der Hinterachse paart. Die Systemleistung gibt Volvo mit „rund 400 PS“ an, das Drehmoment soll bei mehr als 600 Newtonmetern liegen – an Leistung und Kraft mangelt es also nicht. Die neue SPA-Plattform erlaubt es, eine Vielzahl von Antrieben und die Komponenten für deren zunehmende Elektrifizierung rasch und unkompliziert zu übernehmen.
Sportliche Schweden-Studie für den Premium-Anspruch
Seit gut einem Jahr ist der Deutsche Thomas Ingenlath Chefdesigner von Volvo. Der ehemalige Škoda- und VW-Designer, der auf der IAA 2011 mit der VW-Studie Nils für Aufsehen sorgte, will diesmal für die Schweden Aufmerksamkeit erreichen. Das Vehikel dazu ist eine elegante Studie namens Volvo Concept Coupé. „Es ist kein unrealistisches Traumauto“, betont Ingenlath und fügt hinzu: „Es demonstriert vielmehr eindrucksvoll das Potenzial unserer neuen Produktplattform.“