München. Entsprechend rüsten die Premium-Anbieter auf. Audi zeigt in Schanghai die A3- Limousine (Länge 4,46 Meter) und bietet damit ein Modell in der global am stärksten nachgefragten Klasse an, den „Compact Sedans“. Die A3-Limousine soll für den chinesischen Markt im neu errichteten Werk Foshan gebaut werden. Europäische Versionen kommen aus Györ (Ungarn). Insgesamt erwartet Audi für das Stufenheckmodell einen Anteil von 50 Prozent innerhalb der Baureihe. In Deutschland geht die A3- Limousine im Juni in den Handel. Bei Porsche steht der modellgepflegte Panamera im Blickpunkt der Messe. Die Gran-Turismo- Limousine bekommt neben leichten optischen Änderungen einen Plug-in-Hybridantrieb und einen neu entwickelten Dreiliter-V6- Biturbo-Benziner, der den 4,4-Liter- V8 ablöst. Zudem steht in Schanghai eine im Radstand um 15 Zentimeter verlängerte Version des Panamera. Die meisten Premieren bringt der Stuttgarter Nachbar mit nach China. Mercedes präsentiert eine Studie des GLA, viertes Derivat auf der Frontantriebsarchitektur. Die Serienversion des kompakten SUV wird in Frankfurt auf der IAA zu sehen sein.
Erstmals gezeigt werden in China auch die A-Klasse, das viertürige Coupé CLA inklusive der 360 PS starken AMG-Version (siehe unten) und die aus lokaler Produktion stammende modellgepflegte E-Klasse mit langem Radstand. China ist für Mercedes nach den USA und Deutschland erst der drittgrößte Einzelmarkt. Im vergangenen Jahr wurden knapp 200.000 Neuzulassungen registriert, weniger als die Hälfte von dem, was Audi in China verkauft. Bei BMW feiert der X4 sein Debüt. Offiziell als Konzeptfahrzeug, wie es in München heißt. Für die Serienversion wird Frankfurt der Premieren-Ort sein. Die viertürige Coupé-Variante des X3 soll vor allem gegen den Porsche Macan positioniert werden, der Anfang 2014 auf den Markt kommt. BMW baut den X4 ausschließlich in den USA. Größter Autoverkäufer in China bleibt die Marke Volkswagen. Im Jahr 2012 lieferten die Wolfsburger dort 2,2 Millionen Fahrzeuge aus, ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Bestseller sind die drei Stufenhecklimousinen Jetta Sagitar, Lavida (New Bora) sowie Magotan (Passat). Zunehmend an Bedeutung gewinnen in China die SUVs. Volkswagen reagiert darauf mit einer seriennahen, viertürigen Studie auf Basis des MQB (Modularer Querbaukasten). Zudem zeigen die Wolfsburger eine weitere Version des Beetle.Großer Auftritt für den weltgrößten Markt
Auf der Auto Shanghai glänzen deutsche Fahrzeughersteller mit Premieren. SUVs und verlängerte Limousinen stehen dabei im Fokus. Für die deutsche Autobranche bleibt China auch in den nächsten Jahren der wichtigste Markt weltweit. Die schnell wachsende Mittel- und Oberschicht dürfte dem bevölkerungsreichsten Land der Erde weitere Kaufkraft verleihen. Sie haben imageträchtige Marken im Fokus und verlangen nach neuester Technologie.