Darmstadt. Die wichtigsten Wachstumsmärkte liegen für ZF Services ohnehin außerhalb Europas – in Amerika sowie Asien. Dort werde man deutlich schneller wachsen als in den für ZF saturierten Märkten wie Europa, sagte Ludwig. Langfristig erwartet er deshalb eine deutliche Verschiebung der Umsatzverteilung zugunsten dieser dynamischen Märkte. So geht Ludwig davon aus, dass ZF Services im Jahr 2025 etwa 60 bis 65 Prozent seines Umsatzes außerhalb Europas erzielen wird. Derzeit sind es rund 40 Prozent. Durch die wachsende Präsenz der Konzernmutter in der Erstausrüstung der Fahrzeuge in diesen Ländern steigt dort auch der Marktanteil von ZF im Servicegeschäft. ZF Services hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,375 Milliarden Euro erwirtschaftet. Zählt man die Kundendienstaktivitäten mit, ergeben sich sogar 1,63 Milliarden Euro und ein Umsatzwachstum von 8,7 Prozent. Diese Dynamik werde sich aber nicht fortsetzen lassen, sagte Ludwig. Eine positive Zwischenbilanz zog Geschäftsführungsmitglied Ulrich Walz zum vor einem Jahr eingeführten Werkstattkonzept ProTech. Inzwischen seien 3000 Werkstätten bei der Basisversion eingestiegen, 300 bei der umfangreicheren, aber auch teureren Variante ProTech plus. Bis zum Jahresende soll die Zahl auf 400 steigen, in den kommenden zwei bis drei Jahren auf 1000.
ZF Services hält an Umsatzprognose fest
ZF Services hält an seiner Wachstumsprognose für die kommenden Jahre fest. Demnach will die Zulieferertochter um vier bis fünf Prozent pro Jahr wachsen, vornehmlich außerhalb Europas. Er blicke trotz der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung in Europa optimistisch in die Zukunft, sagte der Geschäftsführer von ZF Services, Alois Ludwig. Dabei betreffe die schlechte Entwicklung im mediterranen Raum Märkte, die für ZF Services durchaus wichtig seien. Doch man könne die Krise in Europa durch die internationale Aufstellung kompensieren