Herndon/USA. Mit ferngesteuerten Robotern will Audi in Amerika die Qualität der Werkstatt und Servicedienstleistungen verbessern und die Abwicklung von Reparaturen beschleunigen. Um die insgesamt 2700 Mechaniker bei den knapp 300 Audi-Partnern im ganzen Land besser zu unterstützen, hat die US-Zentrale in Herndon gemeinsam mit dem IT-Konzern VGo das System „ Audi Robotic Telepresence“ (ART) entwickelt. Es ist abgeleitet von den „elektronischen Krankenschwestern“, die schon seit Jahren für die medizinische Versorgung in dünn besiedelten Regionen eingesetzt werden.
Dieser mit Bildschirm, Panoramakamera und Sprechverbindung ausgestattete Roboter, den Audi unter anderem um ein Endoskop für tiefere Einblicke und einen Single-Frame-Grill am Antriebsmodul ergänzt hat, surrt auf Rollen durch die Werkstatt. Er wird über das Internet und eine WLAN-Verbindung aus der Zentrale heraus gesteuert. Der dort sitzende Experte kann dem Mechaniker so bei der Reparatur zusehen und ihm bei Bedarf helfen. Sogar das Gesicht des Experten kann auf dem Bildschirm des Roboters eingeblendet werden. Die ersten 18 der jeweils rund 5000 Euro teuren Geräte werden seit einigen Tagen in speziell ausgewählten Pilotbetrieben eingesetzt, sagte der amerikanische Servicechef Brian Stockton im Gespräch mit der Automobilwoche.