Hamburg. Stückzahlen und Umsatz werden dagegen zur Nebensache: „Mit einer niedrigen dreistelligen Zahl an Zulassungen wären wir zufrieden“, räumt Schrick ein und macht sich vor allem über den Vertrieb Gedanken. Er rechnet damit, dass allenfalls zehn Prozent der rund 400 Hyundai- Betriebe willens und in der Lage sind, dieses Flaggschiff adäquat zu vertreiben. Deshalb will Schrick auch von der Zentrale aus aktiv werden und den Genesis zum Beispiel bei Flottenkunden, Medizin-Kongressen oder als VIP-Shuttle in Szene setzen. Über den Preis dagegen soll der Genesis auf keinen Fall verkauft werden, sagt Schrick und kalkuliert mit selbstbewussten 65.000 Euro. Damit ist der von einem 315 PS starken V6-Motor angetriebene Luxusliner deutlich teurer als Konkurrenten wie der Audi A6. Erst wenn man die Serienausstattung vom Allradantrieb über die klimatisierten Sitze im Fond bis zum Head-up-Display einrechnet, wird der Koreaner wieder zum Schnäppchen. Dass Schrick sich so ein Prestigeprojekt leisten kann, hat einen einfachen Grund: Sein Geld verdient der Genesis bei allein 20.000 US-Zulassungen pro Jahr vor allem im Rest der Welt.
Hyundai Genesis
Ein Auto fürs Prestige, nicht für den Profit
Klasse statt Kasse – so führt Hyundai im August auch in Europa das neue Flaggschiff Genesis ein. Die Fünf-Meter-Limousine soll mit potentem Antrieb, üppiger Ausstattung und fortschrittlicher Technik vor allem auf das Image einzahlen, sagt Deutschland-Chef Markus Schrick: „So wollen wir beweisen, dass Hyundai auch Luxus und Technologie beherrscht und alle jene überraschen, die bei uns nur an billige Kleinwagen denken.“