München. Demnach sehen 35 Prozent der deutschen Autofahrer das Auto weiterhin als Statussymbol. Damit liegt das Automobil auf Rang zwei, knapp hinter Haus oder Wohnung. Und: Bei den jüngeren Befragten (18 bis 29 Jahre), denen eine zunehmende Abneigung gegen ein eigenes Fahrzeug nachgesagt wird, belegt das Auto mit 64 Prozent sogar klar Platz eins der Statussymbole. Für 55 Prozent der Befragten ist es weiterhin wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen. Hier zeigen sich jedoch große Unterschiede je nach Wohnort. Während der Autobesitz in Orten unter 5000 Einwohnern für 65 Prozent der Befragten sehr wichtig ist, sinkt dieser Wert in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern auf 47 Prozent. Überraschend ist das Ergebnis der Umfrage bei den beliebtesten Fahrzeugsegmenten: Nicht etwa die Geländewagen oder SUVs, die seit Jahren die höchsten Zuwächse bei den Neuzulassungen in Deutschland verzeichnen, liegen hier auf Rang eins. Vielmehr gibt mehr als die Hälfte an, Fahrzeuge der oberen Mittelklasse wie Audi A6, BMW Fünfer oder Mercedes-Benz E-Klasse besonders attraktiv zu finden. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind SUVs und Geländewagen die beliebtesten Fahrzeugklassen. Den Jüngeren haben es besonders Sportwagen angetan (59 Prozent), 38 Prozent begeistern sich für Oldtimer. Mehr als zwei Drittel geben als Traumwagen ein deutsches Fabrikat an. Audi hat hier mit 18 Prozent die Nase vorn, es folgen BMW (15 Prozent), Mercedes- Benz und Porsche (je elf Prozent) und VW (zehn Prozent). Befragt wurden im Zuge der Erhebung im Juni dieses Jahres 2000 Autobesitzer.
Wichtigstes Statussymbol
Das Auto bleibt des Deutschen liebstes Kind
Das eigene Auto als Auslaufmodell – in vielen Studien und Prognosen wird der Eindruck erweckt, die Deutschen hätten die Lust am Auto verloren und würden vielmehr auf neue Mobilitätskonzepte wie Carsharing umsteigen. Ganz so ist es nicht bestellt um die Zukunft¬ der Autoindustrie in Deutschland. Das zeigt eine Umfrage von Cosmos- Direkt in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa.