Hamburg. Bereits 1995 war Mercedes als einer der ersten Hersteller in Paris auf den Champs- Elysées präsent. Bisher gibt es etwa 20 innerstädtische Geschäfte rund um den Globus. „Bis 2020 wollen wir die Anzahl verdoppeln“, sagt Källenius. Innerhalb von vier Jahren kamen in die Berliner Filiale 1,7 Millionen Menschen. In Japan kam man in zweieinhalb Jahren sogar auf über 2,3 Millionen Besucher. Viele hatten laut Mercedes vorher kaum Kontakt zur Marke. Der Store von Mercedes me an der Binnenalster erstreckt sich über 350 Quadratmeter. Integriert ist ein Gastronomiebereich, den ein Catering-Unternehmen betreibt und der eigenständig wirtschaften soll. Vom Mercedes-Marketing kommen keine Zuschüsse. Aufgrund der Platzverhältnisse steht nur ein Fahrzeug im Ausstellungsraum. Bis zu fünf weitere gibt es im rückwärtigen Parkhaus und können für Probefahrten genutzt werden. Der Besucher kann sich im Mercedes-me-Store beraten lassen und einen Kaufvertrag abschließen, sich das Fahrzeug hierhin ausliefern oder nach Hause bringen lassen. Der Kauf soll allerdings nicht im Vordergrund stehen. „Wir wollen als Marke nahbarer werden“, sagt Wolfgang Ungerer, Leiter Markenstrategie, „durch die Gastronomie und kulturelle Events wie Modenschauen, Lesungen oder Konzerte.“ Der Ballindamm dient Mercedes nicht das erste Mal als innerstädtische Adresse. Der älteste Autobauer der Welt hatte hier schon in den 20er-Jahren einen Verkaufsraum.
Modernes Zuhause für den Stern
Modernes Zuhause für den Stern
„Wir erwarten nicht mehr, dass unsere Kunden zu uns kommen. Wir gehen zu ihnen“, sagte Mercedes-Benz-Vertriebsvorstand Ola Källenius. Anlass war die Eröffnung einer „Mercedes City Lounge“ am Hamburger Ballindamm, die nicht nur neue Autokunden anlocken, sondern auch Bistro, Café und Szenetreff sein soll. Der Showroom von Mercedes me bildet den Auftakt zu einer weltweit angelegten Marketingstrategie. „Mit den City- Stores richten wir unsere Vertriebsorganisation noch gezielter auf sich verändernde Kundenwünsche aus“, so Källenius. Standorte in bester Lage in anderen Großstädten sollen nach gleichem Prinzip folgen.