Barcelona. Markenchef Jürgen Stackmann will mit der nach Dreitürer, Fünftürer, Kombi und Cupra fünften und vorerst letzten Modellvariante den Erfolg des allein in den ersten fünf Monaten 63.000-mal verkauften Leon ausbauen und zugleich das Markenbild erweitern: „Der Leon X-Perience interpretiert unsere emotionale Designsprache auf eine neue Art. Die funktionale Ästhetik, die elegante Robustheit und die Sicherheit zeigen unsere Offenheit für neue Ideen“, sagt der Vorstand. Technisch ist der X-Perience, der seine Weltpremiere im Oktober auf dem Pariser Salon feiern wird, nichts anderes als der gerade eingeführte Leon ST 4Drive im Pfadfinderlook. Auch der X-Perience nutzt die jüngste Generation der Haldex-Kupplung für eine variable Kraftverteilung, wird aber 15 Millimeter höhergelegt und als Lifestyle-Modell vor allem mit den stärkeren Motoren angeboten. Neben dem Basis-Diesel mit 110 PS gibt es die X-Perience-Variante aus diesem Grund auch mit 150-PS-TDI und einem Turbo- Benziner mit 184 PS. Neu ist die Idee für ein derart aufgebocktes Freizeit-Fahrzeug bei den Spaniern nicht. Mit dem Altea Freetrack hat Seat sein Glück mit dem sogenannten Cladding schon bei den Vans probiert. Allerdings dürften die Erfolgsaussichten für einen Kombi deutlich größer sein. Den Absatz des Altea zu übertreffen sollte leichtfallen, er wurde seit Juli 2007 knapp 17.000-mal verkauft. Im Grunde ist aber auch der Leon X-Perience nur ein Probelauf auf der Buckelpiste. Denn wirklich ernst macht Seat mit der Abenteuerlust erst 2016: Dann bauen die Spanier auf Basis der Studie IBX gemeinsam mit Škoda in Mladá Boleslav ihren ersten echten Geländewagen.
Seat Leon X-Perience
Designerkombi im Dreck
Nach VW mit dem Passat Alltrack und Škoda mit dem Octavia Scout bekommt jetzt auch Seat einen Kombi für ein bisschen Abenteuer im Alltag: Kurz vor dem Jahreswechsel bringt die spanische VW-Tochter den Leon ST deshalb als X-Perience mit Allradantrieb, etwas mehr Bodenfreiheit und markanten Anbauteilen aus robustem Kunststoff. Bislang oft als schönster Kombi in der Kompaktklasse ausgezeichnet, suhlt sich das Designerstück dann auch im Dreck.