Karlsruhe. „Das ist ein klares Bekenntnis zu unserem Standort hier in Karlsruhe“, sagt Michael Klemm, Bereichsvorstand Automotive Aftermarket von Robert Bosch. Insgesamt 1540 Beschäftigte arbeiten in Karlsruhe, wo die Geschäftseinheit Automotive Aftermarket angesiedelt ist, etwa 380 davon im Bereich des Logistikzentrums. „Beide Zahlen werden auch in Zukunft stabil bleiben“, so die Sprecherin. Die bestehenden Gebäude werden um rund 20.000 Quadratmeter Lagerfläche erweitert, das Hochregallager wächst um 50.000 auf dann 150.000 Stellplätze. Im Bereich der Intralogistik soll die Kleinteilekommissionierung nicht mehr in flächenintensiven Bereichen aus Durchlauf- und Fachbodenregalen erfolgen, sondern an Hochleistungs-Kommissionierarbeitsplätzen vor dem neuen Automatischen Kleinteilelager (AKL). Lieferanten der Intralogistik-Technik sind die Anbieter Eisenmann (Hochregallager und Palettenfördertechnik) und Vanderlande (AKL und Behälterfördertechnik). Auch die IT wird komplett überarbeitet, für die Lagerverwaltung und die Materialflussberechnung will Bosch sukzessive ein neues System einführen. Ziel ist es, alle Arbeiten im laufenden Betrieb durchzuführen und während des gesamten Projekts lieferfähig zu bleiben.
Bosch-Logistikzentrum
Das Teilelager wächst mit seinen Anforderungen
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat Bosch im Herbst 2013 den Startschuss zum Ausbau seines Logistikzentrums in Karlsruhe-Durlach gegeben. Insgesamt 100 Millionen Euro fließen bis 2018 in die Erweiterung des 1978 erbauten Hochregallagers. Seit seiner Inbetriebnahme fungiert das Logistikzentrum als europäisches Zentrallager von Bosch. Durch die Modernisierung werden die Funktionen für die beiden Vertriebskanäle Independent Aftermarket (IAM) und Original Equipment Services (OES) am Standort Karlsruhe wieder zusammengefügt. Die frei werdenden Lagerkapazitäten an externen Standorten will Bosch „einer alternativen Verwendung im Rahmen des Gesamtkonzeptes“ zuführen, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Die Integration weiterer Standorte sei möglich, aber noch nicht entschieden, hieß es weiter.