München. Der Reifendruck lässt sich direkt messen – mittels eines eingebauten Sensors – oder indirekt über die vorhandene Fahrzeugelektronik, die Druckabweichungen aus der Rotation der Räder errechnet. Dass RDKS den Reifenfachhandel verändern wird, davon ist man beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) überzeugt – allerdings nicht nur zum Positiven. Denn die Autohersteller würden beim Verkauf erfahrungsgemäß nicht auf die Ausstattung der Neuwagen mit einen RDKS hinweisen, so der BRV. Sie überließen es damit dem Handel, den Verbrauchern die neue Technik sowie eventuelle „unangenehme Folgekosten“ zu vermitteln. Diese entstehen etwa dann, wenn ein werksseitig verbauter RDKS-Sensor ausgetauscht werden muss. Gleichzeitig sieht die Reifenhandelsbranche aber auch Chancen, sich beim Thema RDKS als Experte zu profilieren und zusätzliche Erträge durch den Verkauf von Dienstleistungen und Ersatzteilen zu erzielen. Die Vorbereitung darauf lässt laut einer BRVUmfrage allerdings zu wünschen übrig. Denn bis dato haben erst 57 Prozent der befragten Betriebe ein RDKS-Training absolviert. Und mehr als ein Drittel verwendet bisher noch kein System zur Handhabung von RDKS.
Falscher Reifendruck
EU-Verordnung zu RDKS bereitet Händlern Sorgen
38 Prozent der Pkw in Europa sind nach Bridgestone- Untersuchungen mit falschem Reifendruck unterwegs. Dies hat weitreichende Folgen für die Sicherheit, aber auch die Umwelt. Ab November 2014 müssen daher alle Neufahrzeuge in der EU mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet werden.