Bremen. Gegenüber dem Vorgängermodell kommt in der neuen C-Klasse bis zu 50 Prozent mehr Aluminium zum Einsatz, wodurch das Gewicht um 65 Kilogramm reduziert werden konnte. So bestehen Türen, Haube, Heckklappe, die vorderen Kotflügel und das Dach aus Leichtmetall. Auch die Aufnahmen der Federbeine werden aus Alu-Guss gefertigt. Dies erfordert jedoch neue Füge- und Verbindungsprozesse, von denen einige erstmals im Automobilbau angewendet werden. Ein weiteres Novum in der Branche ist das Aufkleben des Dachs auf die Karosserie. Erstmals findet dieser Prozess nicht im Rohbau, sondern später in der Montage statt. „Wir können so verschiedene Einbauten wesentlich leichter vornehmen“, sagt Werksleiter Andreas Kellermann. Die C-Klasse ist die volumenstärkste Baureihe von Mercedes. Vom Vorgängermodell wurden seit Markteinführung 2007 weltweit mehr als 400.000 Einheiten verkauft. Ein Drittel davon ging an Kunden in Deutschland. Im vorigen Jahr waren es 50.000. Das moderne Design und die deutlich gestiegene Qualität im Innenraum sollen den Erfolg weiter steigern. „Wir rechnen damit, dass wir beim Absatz den Vorgänger klar überflügeln“, sagt Thomas Weber. Der Mercedes-Entwicklungschef verspricht zudem bessere Fahrleistungen, höheren Komfort – die C-Klasse ist das einzige Auto ihrer Klasse mit Luftfederung –, modernste Konnektivität und ein Höchstmaß an aktiver und passiver Sicherheit. Ein besonderes Kaufargument hat Weber für Allergiker: Als einziger Hersteller lässt Mercedes sämtliche Materialien im Innenraum auf Verträglichkeit prüfen und zertifizieren und schickt zudem nahezu partikel- und pollenfreie Luft in den Innenraum. Besonders Kunden in feinstaubbelasteten Mega-Citys wie Peking und Schanghai dürfte das freuen. Zur Markteinführung am 12. September wird das T-Modell der C-Klasse über die gleichen Motorisierungen verfügen wie die Limousine. Die Leistungen reichen von 115 bis 333 PS, manche Aggregate sollen bis zu 20 Prozent weniger verbrauchen als ihre Vorgänger. Als sparsamstes Modell preist Weber den C 300 BlueTec Hybrid an, der auf einen Normverbrauch von 3,8 Liter kommen soll. Dies entspräche einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm je Kilometer. Gegenüber dem Vorgänger wuchs der Kombi um 96 Millimeter auf 4,70 Meter. Der Radstand legte um acht Zentimeter auf 2,84 Meter zu, der Gepäckraum auf 490 beziehungsweise 1510 Liter. Ein leichteres Beladen sollen die neuen Rücksitzlehnen ermöglichen. Sie lassen sich auf Knopfdruck elektrisch umklappen. Preise werden erst am 30. Juni genannt, dann kann das T-Modell auch bestellt werden.
Produktionsstart am 2. Juni
Komfortabler C-Klasse-Kombi
Mercedes hält bei der Produktion des T-Modells der C-Klasse am Standort Bremen fest. Der Mittelklasse-Kombi (intern S 205 genannt) wird ausschließlich hier vom Band laufen, während die Limousine W 205 zusätzlich in den USA, in Südafrika und China produziert wird. Daimler investierte rund eine Milliarde Euro in das Bremer Werk, vor allem, um den Karosserierohbau umzustellen.