Cala Di Volpe. Entwickelt wurde das intern FPK (frei programmierbares Kombi) genannte TFT-Display mit Continental. Für Deutschland schätzt VW die Einbaurate auf rund zehn Prozent. Im „Active Info Display“ gibt es keine realen Zeiger und Ziffern mehr. Alle Instrumente werden von einer Software erzeugt. Als Grafikprozessor dient ein Chip (2,5 D) von Renesas. Konzerntochter Audi dagegen setzt im TT den schnelleren, aber auch deutlich teureren Tegra-30-Chip von Nvidia ein (Taktfrequenz 1,0 Gigahertz). Damit lassen sich bis zu acht Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Allerdings unterscheiden sich die Anforderungen an den Chip bei Audi und VW. Audi muss sämtliche Infotainment- Funktionen ausschließlich im „Virtual Cockpit“ rechnen, Volkswagen steht dafür das Display in der Mittelkonsole zur Verfügung. Zudem besitzt der 2,5-D-Prozessor gegenüber dem Tegra 30 mehr Drahtverbindungen. „Wir benötigen damit weniger Software-Rechenleistung, um die gleiche Performance zu erzielen“, sagt Matthias Pook, Fachgruppensprecher für die Elektrik des Passat. Das TFT-Display im Passat hat eine Auflösung von 1440 mal 540 Pixel und ist damit so hochauflösend wie im Audi TT. Der Fahrer hat die Möglichkeit, den Bildschirm nach seinen Wünschen zu gestalten. Möchte er eine größere Navigationskarte, verkleinern sich Tacho und Drehzahlmesser und rücken an den Rand. Ein Vorteil für den Hersteller ist, dass beim TFT-Cockpit für kommende Modellderivate keine neuen Instrumente verbaut, sondern nur neu programmiert werden müssen. Für den Passat Alltrack, der im Herbst 2015 in den Handel geht, können Zusatzinfos wie Geländewinkel eingeblendet werden. Und beim ebenfalls 2015 erscheinenden Plug-in-Hybrid Passat GTE lässt sich der Energiefluss oder die Intensität der Rekuperation darstellen und anstelle des Drehzahlmessers erscheint ein Powermeter. Das „Active Info Display“ des Passat ist modular aufgebaut. Steigenden Anforderungen an die Grafik und Rechenleistung innerhalb des Modellzyklus lässt sich so jederzeit mit einem neuen Chip begegnen.
Virtuelle Instrumente
Das Cockpit wird digital
Das frei programmierbare TFT-Display setzt sich in neuen Modellen immer stärker durch. Für den neuen Passat bietet auch VW erstmals virtuelle Anzeigen mit analoger Anmutung an. Das „Active Info Display“ kostet je nach Ausstattungslinie 500 oder 650 Euro Aufpreis.