München. Durch die neue Firmware erhalten die Tesla-Modelle zusätzliche Funktionen, die Vernetzung von Fahrer und Auto wird noch intensiver. Das Navigationssystem etwa passt seine Routenvorschläge an die aktuellen Verkehrsdaten und den Verkehrsfluss an, in dem der Fahrer unterwegs ist. Dadurch sollen die Prognosen über den Routenverlauf genauer werden. Ändern sich die Verkehrsdaten, ändert das Navi gegebenenfalls dynamisch die Routenführung. Für Pendler, die jeden Tag zu ähnlicher Uhrzeit dieselbe Route nehmen, berechnet das Navi Weg und Verkehr, noch bevor der Fahrer eingestiegen und losgefahren ist. Alternativrouten werden ebenfalls vorgeschlagen.
Tesla spendiert seinem Model S ein digitales Facelift
Das Update ermöglicht den Datenaustausch zwischen Navi und Luftfederung. So merkt sich das Navi, wo die Strecke Bodenwellen aufweist und speichert die Höhe, mit der komfortabel darüber hinweggefahren werden kann. Die Luftfederung reguliert dies dann anhand der gespeicherten Daten. Mit der neuen Firmware-Version erfolgte auch ein Update für die Smartphone-App, die Auto und Smartphone verbindet. Diese Verbindung wird nun selbst dann aufrechterhalten, wenn der Fahrer das Auto abstellt und die Batterie abschaltet. Ein Energiesparmodus ermöglicht es, das Fahrzeug auch dann noch per App zu überwachen. Zudem verknüpft sich der Kalender im Auto mit den Smartphone-Daten. Adressangaben im Kalender werden an das Navi gesendet, es kann den Fahrer direkt dorthin navigieren. Die App macht auch den Autoschlüssel überflüssig. Man kann damit nicht mehr nur Ent- und Verriegeln, sondern das Auto auch starten. Dass Tesla diese Funktion in seiner Smartphone-App anbietet, ist durchaus bemerkenswert. Schließlich nutzten chinesische Hacker vor Kurzem die App als Einfallstor, um ein Model S von außen steuern zu können. Zu guter Letzt lässt sich das Model S nun sogar personalisieren. Besitzer können ihrem Auto einen Spitznamen geben, der in der App und im Infotainmentsystem registriert wird.