München. Laut Studie sehen sich die weiblichen Führungskräfte nach wie vor benachteiligt: 46 Prozent gaben an, dass Männer in Deutschlands Chefetagen bessere Karrierechancen haben. 27 Prozent der männlichen Befragten sind ebenfalls dieser Meinung. Bessere Chancen für Frauen machen lediglich neun Prozent der weiblichen und fünf Prozent der männlichen Befragten aus. 68 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen sehen keinen Unterschied. Um den Nachteil der Frauen auszugleichen, sehen die Befragten eine gesetzlich vorgeschriebene Quote nicht als Mittel der Wahl. Nur 20 Prozent der befragten Führungskräfte sprachen sich uneingeschränkt dafür aus. Unter den Chefinnen waren es 27 Prozent. Chancengleichheit lässt sich nach Meinung der Studienteilnehmer am wirkungsvollsten durch eine Erhöhung der Gehälter von Frauen erreichen (52 Prozent), gefolgt von flexibleren Strukturen im Unternehmen (49 Prozent). Was die Führungsqualitäten von Frauen betrifft, erklärten 83 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer, dass Frauen einfühlsamer seien als ihre männlichen Kollegen. Dass sie zudem besser kommunizieren, konstatierten 69 Prozent der Managerinnen und 41 Prozent der Manager. Beim Durchsetzungsvermögen sehen 53 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer die Herren klar im Vorteil. „Die kommunikativen Fähigkeiten der Frauen sind ein großer Pluspunkt, ohne Durchsetzungsvermögen lässt sich jedoch kaum eine Führungsposition erreichen“, so Faller.
Minderheit befürwortet Frauenquote
Wenige Managerinnen wollen eine Chefin
Zwei von drei Managerinnen bevorzugen männliche Chefs. Das ergab eine aktuelle Führungskräfte-Befragung der Unternehmensberatung Baumann. „Der Aufstieg von weiblichen Führungskräften in Unternehmen scheitert eben auch an Vorurteilen der Frauen selbst“, erklärt Baumann-Geschäftsführer Michael Faller.