Braunschweig. Da immer mehr Autos mit Sensoren, WLAN und Datenverarbeitungssystemen ausgestattet werden, damit sie mit ihrer Umwelt Kontakt aufnehmen können, muss auch die Umwelt reagieren. Das Projekt zur "Aufrüstung von Notrufsäulen zur V2I-Kommunikation an Autobahnen", kurz "Anika", untersucht, wie die Notrufsäulen aufgerüstet werden können.
Ein Sprecher der Landesinitiative Mobilität Niedersachsen, die maßgeblich an dem Projekt beteiligt ist, sagt: "Wir werden zunächst testweise Notrufsäulen in unserer Region aufrüsten. So bekommt Niedersachsen eine Vorreiterposition, wenn die ersten V2I-fähigen Fahrzeuge auf der Straße unterwegs sein werden." Über das Fernmeldenetz sind rund 16.000 Säulen mit einer zentralen Leitstelle des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft verbunden.
Sie nimmt die Notrufe entgegen und leitet Rettungsmaßnahmen ein. Das Projekt "Anika" prüft nun, ob auch Daten aus den Fahrzeugen gebündelt an eine Leitstelle weitergegeben und im Gegenzug an Fahrzeuge gesendet werden können. Erkennt die Notrufsäule einen Stau, kann diese Information über die Leitstelle an Verkehrsfunk und Polizei übermittelt werden – und auch die vernetzten Fahrzeuge bekommen die Meldung. Auch die technische Frage, welche Systeme für diese Kommunikation sicher und sinnvoll sind, wird "Anika" untersuchen. Ist das Projekt erfolgreich, sollen bundesweit alle Notrufsäulen aufgerüstet werden.