Barcelona. Seat springt auf diesen Zug nun mit dem Leon X-Perience auf, dessen Basis der Kombi ST ist, der vor einem Jahr auf den Markt kam. Optisch wurde das Kompaktmodell ein wenig durch Schutzverkleidungen an Türschweller und Radhäusern aufgepeppt. Andere Stoßfänger, hinten mit einem Einsatz im Aluminium-Look, sollen Geländetauglichkeit verdeutlichen. Es ist nicht das erste Mal, dass Seat ein solches Derivat auf den Markt bringt. Schon im Jahr 2007 gab es den Altea Freetrack. Er erfüllte allerdings bei Weitem nicht Seats Absatzerwartungen. Der Leon X-Perience soll es nun besser machen. Ihn gibt es als Diesel und Benziner. Der permanente Allradantrieb mit Haldex-Lamellenkupplung (fünfte Generation) ist bei allen Versionen Serie, ebenso das Schlechtwege-Fahrwerk mit 27 Millimeter mehr Bodenfreiheit. Damit will man Kunden gewinnen, denen gute Fahreigenschaften im Winter besonders wichtig sind. Der Outdoor-Leon startet als 1.6 TDI mit 110 PS bei 28.750 Euro. Zudem gibt es Dieselmodelle mit 150 und 184 PS. Einziger Benziner ist der 2.0 TSI mit 180 PS. Er ist ab 30.140 Euro zu haben. Die beiden stärksten Varianten haben jeweils Doppelkupplungsgetriebe. Für Bernhard Bauer, Seats neuen Deutschland-Chef, stellt der Leon X-Perience so etwas wie „ eine Brücke zum SUV“ dar, das Seat aller Voraussicht nach 2016 an den Start schicken wird. Das erste SUV der spanischen Volkswagen- Tochter soll auf der kommenden Tiguan-Generation (MQB-Architektur) basieren, wird aber wie bei Seat üblich eine komplett eigenständige und sportlicher gestaltete Karosserie erhalten. Wie Seats SUV heißen wird, steht laut Bernhard Bauer noch nicht fest. Eine siebensitzige Version, wie sie Škoda anbieten will, wird es bei den Spaniern dem Vernehmen nach nicht geben. Der Leon gilt intern als Wachstumstreiber. Bis Ende September verkaufte Seat in Deutschland 26.000 Einheiten, mehr als ein Drittel davon waren Kombis. 2013 hat Seat hierzulande über 83.000 Fahrzeuge verkauft, was einem Plus von 22 Prozent entspricht. Der Marktanteil liegt derzeit bei drei Prozent.
Seat
Leon Kombi X-Perience zielt auf Freizeit-Abenteurer
Audi hat es mit dem A6 Allroad vorgemacht, Volkswagen mit dem Passat Alltrack: Auf Lifestyle getrimmte Allrad-Kombis im rustikalen Outdoor- Look sollen nicht nur das Angebot der Baureihe verbreitern, sondern auch Familienväter zu Freizeit-Abenteurern machen. Für die Hersteller fahren diese Modelle durchweg eine vergleichsweise hohe Marge ein, lassen sie sich doch zu relativ geringen Kosten umrüsten.