München. Als erster Premiumhersteller hat JLR auf eine Konnektivitätsplattform gesetzt, mit der sich das Smartphone vom Touchscreen in der Mittelkonsole des Autos aus bedienen lässt. Das System basiert auf MySpin von Bosch und ist mit Apple- und Android-Smartphones kombinierbar. Der Fahrer kann alle Apps bedienen, die JLR zulässt, und damit navigieren, Nachrichten abrufen oder ein Hotel reservieren. „Damit läuft die Entwicklung neuer Apps bei den vielen kleinen Unternehmen, die 24 Stunden, sieben Tage die Woche arbeiten. Die können das viel besser als wir“, begründet JLR-Entwicklungschef Wolfgang Ziebart die Strategie. Zudem entwickelt der britische Fahrzeughersteller ein neues Infotainmentsystem auf Basis von Genivi, einer offenen Linux-Entwicklungsplattform, an der auch Intel und BMW beteiligt sind. „Die Automobilindustrie braucht offene Plattformen“, sagt Ziebart. Das erhöhe den Anreiz für unabhängige Software-Entwickler, Apps für solche Systeme zu liefern. Nach Berechnungen von IHS wächst der Markt für Konnektivitätssysteme im Auto bis 2020 von 2,5 auf drei Milliarden Euro.
InControl
Jaguar Land Rover will mehr Offenheit im Infotainment
Jaguar Land Rover (JLR) erweitert seine Strategie, möglichst offene Konnektivitätssysteme zu verwenden. Jetzt ist auch der Land Rover Discovery mit InControl-Apps lieferbar, die bereits im Discovery Sport, Range Rover Sport, Evoque und Jaguar F-Type angeboten werden.