New York. Der X3 steht für 160.000 Zulassungen im Jahr. Damit sich daran auch künftig nichts ändert, kommt das Modell im Mai mit neuer Frontpartie und neuen Rückleuchten, einem aufgewerteten Interieur mit vornehmerem Cockpit und größeren Ablagen sowie neuen Assistenzsystemen wie eine Abstandsregelung zu den Händlern. Außerdem hat BMW das Infotainment aktualisiert und dafür den iDrive-Controller durch ein Touchpad ergänzt, das die Handschrift des Fahrers lesen kann. Ferner können X3- Fahrer künftig Internetradio hören, Twitter und Facebook nutzen oder einen Concierge-Service bemühen. Die Preise steigen je nach Motorvariante um 600 bis 1000 Euro und beginnen künftig bei 39.200 Euro für den 184 PS starken X3 20i als günstigstem Benziner und 37.200 Euro für den Einstiegsdiesel im X3 18d mit 150 PS. Teuerstes und zugleich stärkstes Modell ist der X3 35d mit einem 313-PS-Diesel, für den BMW mindestens 56.300 Euro verlangt. Viel wichtiger als Bits, Bytes und frische Schminke ist allerdings der neue Diesel. Nicht nur, weil der 2,0-Liter-Motor in der Leistung auf 150 oder 190 PS klettert, um bis zu sieben Prozent sparsamer wird und den X3 mit einem Verbrauch von bestenfalls 4,7 Liter zum saubersten SUV seiner Klasse macht. Und auch nicht, weil BMW es durch viele Details wie der Erhöhung des Einspritzdrucks auf bis zu 2000 Bar schafft, dass selbst ein knapp zwei Tonnen schwerer Geländewagen wie der X3 auch ohne SCR-Katalysator die Euro- 6-Norm einhält. Sondern weil mit dem neuen 2,0-Liter-Diesel mit dem internen Code B48 nach der Vorpremiere eines 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziners im Mini auch bei BMW der Einsatz der neuen Baukasten- Motoren beginnt. „Das ist neben den i-Modellen eines der größten Projekte bei BMW“, sagt Entwickler Christian Bock mit Blick auf die modulare Familie, die mittelfristig in über 90 Prozent aller Fahrzeuge zum Einsatz kommen soll. Er spricht von einem Investitionsvolumen in Milliardenhöhe für die Entwicklung und die Umstellung der Produktion. Dieser Baukasten ist auf maximale Flexibilität ausgelegt, erläutert Bock: Egal ob Drei-, Vier- oder Sechszylinder, Längs- oder Quereinbau, ja sogar Diesel oder Benziner – alle Aggregate sind eng miteinander verwandt und nutzen Teile wie den Grundzylinder, den Motorblock und viele Nebenaggregate gemeinsam, erläutert der Experte. Vorteil des Einheits-Zylinders: „So kommen wir auf einen Gleichteile- Anteil von rund 60 Prozent und müssen grob vereinfacht nur noch die Nebenaggregate austauschen.“
BMW X3
Bestseller mit Einheits-Zylinder
Mit einem dezenten Facelift will BMW die Führungsposition des X3 unter den Premium- Modellen der kompakten Geländewagen sichern. Zehn Jahre nach dem Start der ersten Generation haben die Bayern bereits über eine Million Exemplare verkauft und mit der 2010 eingeführten Neuauflage auch im vergangenen Jahr in Deutschland Konkurrenten wie den Mercedes GLK und den Audi Q5 auf Distanz gehalten.