Affalterbach. Der fahrdynamische Anspruch ist deutlich höher als beim SLS, aber der Preis wird sogar sinken: Gab es den Flügeltürer in der Final Edition zuletzt für 225.000 Euro, soll das neue Coupé zum Marktstart im nächsten Frühjahr rund 115.000 Euro kosten, heißt es in Affalterbach. Mit dem GT will AMG nicht nur den Wandel vom Werkstuner zum eigenständigen Hersteller unter dem Dach von Mercedes unterstreichen und den Nachbarn in Zuffenhausen Paroli bieten. Das Auto soll mehr noch als der SLS die Stückzahlen in die Höhe treiben: „Von unserem Flügeltürer haben wir über die Laufzeit etwa 12.000 Exemplare verkauft“, sagt Vertriebsvorstand Ola Källenius. „Beim GT reden wir über eine ganz andere Größenordnung.“ Dabei ist AMG auch ohne den neuen Überflieger bereits auf einem Höhenflug: Nachdem die schnellen Schwaben im vergangenen Jahr mit 32.000 Zulassungen bereits einen Absatzrekord erzielt haben, stehen 2014 schon für das erste Halbjahr 23.000 Autos in den Büchern, sagt Moers und ist sicher, dass er Ende dieses Jahres erstmals die Marke von 40.000 knacken kann: „Und zwar deutlich.“
AMG
Flotter Überflieger ohne Flügeltüren
Mercedes gönnt sich einen neuen Überflieger und lässt deshalb jetzt bei der Performance- Marke AMG den neuen GT von der Leine. Das leidenschaftliche Coupé ersetzt zwar den SLS und nutzt auch Teile seiner Plattform. Doch ist der Zweisitzer nicht nur wegen des Verzichts auf die Flügeltüren ganz anders positioniert, sagt AMG-Chef Tobias Moers: Etwas kompakter geschnitten und noch sehr viel sportlicher ausgelegt, macht der mit einem neuen V8-Turbo bis zu 510 PS starke und 310 km/h schnelle GT vor allem den stärkeren Varianten des Porsche 911 Konkurrenz.