München. Für Autos, die pilotiert oder später sogar autonom fahren fehlt der gesetzliche Rahmen. Versicherer tun sich daher schwer, Policen zu entwickeln und wollen eine gesetzliche Veränderung.
Einen ersten Vorstoß hat ein Expertenausschuss der Vereinten Nationen im Mai dieses Jahres unternommen und den Regelkatalog für den Straßenverkehr ergänzt. „Systeme, mit denen ein Auto autonom fährt, sind zulässig, wenn sie jederzeit vom Fahrer gestoppt werden können“, heißt es da.
Noch ist diese Regel nicht im nationalen Recht verankert, aber beim Allianz-Konzern rechnet man fest damit, dass dies in den nächsten Jahren kommen wird. Unklar ist für die Versicherer, wie das Wort ‚jederzeit‘ dann definiert wird. „Wir fordern, dass es dafür eine klare rechtliche Regelung gibt“, sagt ein Sprecher der Allianz. Es müsse vom Gesetzgeber geklärt werden, wie schnell der Fahrer nach einem Hinweis über Lenkradvibration, visuell oder durch einen lauten Ton die Hände zum Lenkrad führen muss.
Ebenso müsse geklärt werden, ob Autos in Situationen, in denen sie selbst nicht mehr reagieren können, in Sekundenschnelle an den Fahrer übergeben und somit auch die Verantwortung abgeben dürfen. „Sind diese Fragen geklärt, können wir über die Risikobeurteilung nachdenken, vorher nicht“, so der Allianz-Sprecher.